Die 148. Westwind Windpark GmbH & Co. KG mit Sitz in Kirchdorf hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt das Bild eines wirtschaftlich stabilen Windparks in der laufenden Betriebsphase: Das Anlagevermögen nimmt durch planmäßige Abschreibungen ab, gleichzeitig werden Bankdarlehen kontinuierlich zurückgezahlt. Das Eigenkapital bleibt unverändert, während sich die Verschuldung weiter verringert.
Bilanzsumme schrumpft um rund 186.000 Euro
Zum 31. Dezember 2024 weist die Gesellschaft eine Bilanzsumme von 2,20 Millionen Euro aus. Im Vorjahr lag sie noch bei 2,38 Millionen Euro. Damit verringerte sich die Bilanzsumme binnen eines Jahres um rund 186.000 Euro.
Ursächlich hierfür ist vor allem das sinkende Anlagevermögen. Dieses reduzierte sich von 1,91 Millionen Euro auf 1,70 Millionen Euro. Hintergrund sind die regulären Abschreibungen auf die Windenergieanlagen und deren technische Komponenten.
Schulden werden weiter konsequent abgebaut
Parallel zu den Abschreibungen setzt die Gesellschaft ihren Schuldenabbau fort. Die gesamten Verbindlichkeiten sanken im Geschäftsjahr von 2,09 Millionen Euro auf 1,91 Millionen Euro. Damit reduzierte der Windpark seine Verschuldung innerhalb eines Jahres um knapp 187.000 Euro.
Auch die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gingen deutlich zurück. Sie beliefen sich zum Jahresende auf 1,69 Millionen Euro, nachdem sie ein Jahr zuvor noch 1,89 Millionen Euro betragen hatten.
Besonders sichtbar wird der Tilgungsfortschritt bei den Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Deren Volumen verringerte sich von 1,12 Millionen Euro auf 931.000 Euro.
Die bestehenden Darlehen bleiben weiterhin durch Sicherungsrechte auf die Windenergieanlagen abgesichert. Der Umfang der besicherten Verbindlichkeiten lag Ende 2024 bei 1,89 Millionen Euro.
Eigenkapital bleibt konstant
Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb unverändert bei 250.000 Euro. Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird erneut nicht ausgewiesen.
Damit setzt sich die für viele Windparkgesellschaften typische Struktur fort: Während laufende Darlehen über die Betriebsjahre kontinuierlich zurückgeführt werden, verändert sich das ausgewiesene Eigenkapital kaum.
Umlaufvermögen leicht verbessert
Das Umlaufvermögen erhöhte sich leicht von 465.000 Euro auf 489.000 Euro. Gleichzeitig gingen die Forderungen gegenüber Gesellschaftern deutlich zurück. Sie sanken von 187.844 Euro auf 122.702 Euro.
Dies deutet darauf hin, dass offene Forderungen teilweise beglichen beziehungsweise zurückgeführt wurden.
Rückstellungen nahezu unverändert
Die Rückstellungen bewegten sich mit 26.520 Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Die passiven latenten Steuern reduzierten sich leicht von 15.638 Euro auf 15.348 Euro, während die aktiven latenten Steuern geringfügig auf 2.077 Euro anstiegen.
Keine eigenen Beschäftigten
Wie bei zahlreichen Projektgesellschaften der Windenergiebranche beschäftigte die 148. Westwind Windpark GmbH & Co. KG auch im Geschäftsjahr 2024 keine eigenen Mitarbeiter. Betrieb, technische Betreuung und Verwaltung erfolgen über externe Dienstleister beziehungsweise die persönlich haftende Gesellschafterin.
Solide Entwicklung in der Betriebsphase
Der Jahresabschluss zeigt insgesamt eine wirtschaftlich stabile Entwicklung. Außergewöhnliche Belastungen oder finanzielle Risiken werden im Anhang nicht genannt. Vielmehr setzt sich der typische Verlauf eines etablierten Windparks fort: Die bilanziellen Vermögenswerte sinken infolge der Abschreibungen, gleichzeitig werden die langfristigen Bankdarlehen kontinuierlich reduziert.
Mit dem erneuten Schuldenabbau verbessert die Gesellschaft ihre Finanzierungsstruktur weiter. Trotz der rückläufigen Bilanzsumme verfügt der Windpark damit weiterhin über eine solide wirtschaftliche Basis für den laufenden Betrieb.