Die Windpark Diepholz Repowering GmbH & Co. KG III hat ihren ersten Jahresabschluss nach der Gründung im Mai 2024 veröffentlicht. Die Bilanz zum 31. Dezember 2024 zeigt eine solide Eigenkapitalausstattung und vergleichsweise geringe Verbindlichkeiten. Da sich die Gesellschaft noch in einer frühen Projektphase befindet, stehen vor allem Investitionen in das Anlagevermögen im Mittelpunkt.
Die Gesellschaft wurde am 7. Mai 2024 gegründet. Entsprechend handelt es sich beim veröffentlichten Abschluss um das erste Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme belief sich zum Jahresende auf 7,71 Millionen Euro.
Großteil des Vermögens im Anlagevermögen gebunden
Den mit Abstand größten Teil der Vermögenswerte bildet das Anlagevermögen. Dieses erreichte zum Bilanzstichtag 7,55 Millionen Euro und macht damit nahezu die gesamte Bilanzsumme aus. Es umfasst insbesondere die Investitionen in das Windparkprojekt sowie Beteiligungen.
Das Umlaufvermögen belief sich auf 157.554 Euro. Hierzu zählen vor allem liquide Mittel sowie kurzfristige Forderungen.
Eigenkapital dominiert die Finanzierung
Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt überwiegend über Eigenkapital. Dieses lag zum Jahresende bei 7,45 Millionen Euro und entspricht rund 97 Prozent der Bilanzsumme. Damit verfügt die Gesellschaft bereits im ersten Geschäftsjahr über eine sehr hohe Eigenkapitalquote.
Demgegenüber stehen lediglich 250.988 Euro an Verbindlichkeiten. Davon entfällt nahezu der gesamte Betrag auf kurzfristige Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Gegenüber Gesellschaftern bestanden Verbindlichkeiten von lediglich 987 Euro.
Zusätzlich wurden Rückstellungen in Höhe von 7.000 Euro gebildet.
Bürgschaften für den späteren Rückbau
Im Anhang weist die Gesellschaft auf Verpflichtungen hin, die nicht unmittelbar in der Bilanz erscheinen. Für den späteren Rückbau der Windenergieanlagen wurden zwei Bankbürgschaften über insgesamt 573.030 Euro gestellt.
Die Bürgschaften sichern die künftigen Rückbauverpflichtungen ab. Gleichzeitig besitzt die finanzierende Bank ein entsprechendes Rückgriffsrecht gegenüber der Gesellschaft, das durch ein Pfandrecht an den Windenergieanlagen abgesichert ist.
Noch keine Beschäftigten
Zum Ende des ersten Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft nach eigenen Angaben keine Arbeitnehmer. Dies ist bei Projektgesellschaften im Bereich der Windenergie nicht ungewöhnlich, da Planung, Bau und Betrieb häufig über spezialisierte Dienstleister oder verbundene Unternehmen abgewickelt werden.
Gesellschaft befindet sich in der Aufbauphase
Der Jahresabschluss macht deutlich, dass sich die Windpark Diepholz Repowering GmbH & Co. KG III noch in der Investitions- und Aufbauphase befindet. Der Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau des Anlagevermögens, während die laufenden Verbindlichkeiten bislang vergleichsweise gering ausfallen.
Mit einer Eigenkapitalquote von rund 97 Prozent verfügt die Gesellschaft über eine solide finanzielle Grundlage für die weitere Entwicklung des Repowering-Projekts. In den kommenden Geschäftsjahren wird entscheidend sein, wie sich der Baufortschritt entwickelt und wann die neuen Windenergieanlagen in den Regelbetrieb übergehen.