Das Amtsgericht Nürnberg hat den Insolvenzantrag der Garage 91 UG (haftungsbeschränkt) abgewiesen. Mit Beschluss vom 29. Juli 2026 entschied das Insolvenzgericht im Verfahren unter dem Aktenzeichen IN 589/26, dass das beantragte Insolvenzverfahren mangels Masse nicht eröffnet wird.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Höfener Straße 91, 90431 Nürnberg und ist beim Amtsgericht Nürnberg unter der Handelsregisternummer HRB 35207 eingetragen. Geschäftsführer des Unternehmens ist Karsten Hauf.
Nach dem im Handelsregister eingetragenen Unternehmensgegenstand befasst sich die Garage 91 UG (haftungsbeschränkt) mit dem Handel von Gebrauchtfahrzeugen und Autozubehör. Das Unternehmen ist damit im Kraftfahrzeughandel tätig und vertreibt gebrauchte Pkw sowie Zubehör und Ersatzteile für Fahrzeuge.
Mit der Abweisung des Insolvenzantrags mangels Masse stellte das Insolvenzgericht fest, dass das vorhandene Vermögen der Gesellschaft voraussichtlich nicht ausreicht, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken. In einem solchen Fall wird das Verfahren nicht eröffnet. Eine geordnete Insolvenzabwicklung mit einem Insolvenzverwalter und einer Verteilung der Insolvenzmasse an die Gläubiger findet daher nicht statt.
Der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen zählt zu den Branchen, die in den vergangenen Jahren erheblichen wirtschaftlichen Belastungen ausgesetzt waren. Hohe Einkaufspreise für Gebrauchtwagen, steigende Finanzierungskosten, eine schwächere Konsumnachfrage sowie höhere Betriebs- und Personalkosten haben die Ertragslage vieler Händler verschlechtert. Gleichzeitig erhöhen die zunehmende Digitalisierung des Fahrzeughandels und der Wettbewerb großer Online-Plattformen den wirtschaftlichen Druck auf kleinere und mittelständische Autohändler.
Für die Gläubiger bedeutet die Abweisung mangels Masse, dass sie ihre Forderungen nicht im Rahmen eines Insolvenzverfahrens zur Insolvenztabelle anmelden können. Vielmehr müssen sie prüfen, ob ihre Ansprüche auf anderem rechtlichen Weg durchgesetzt werden können. Die Entscheidung des Amtsgerichts Nürnberg verdeutlicht, dass die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft so angespannt ist, dass selbst die Finanzierung eines regulären Insolvenzverfahrens nicht mehr möglich erscheint.