Dark Mode Light Mode

Studie: KI kann beim Flirten helfen – aber zu viel ChatGPT wird für viele Singles zum Beziehungskiller

googles (CC0), Pixabay

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Dating-Alltag. Ob Formulierungshilfe für die erste Nachricht oder Unterstützung beim Profiltext – immer mehr Singles greifen auf Chatbots wie ChatGPT zurück. Eine aktuelle Studie der Dating-Plattform Parship zeigt jedoch: Wer die komplette Kommunikation einer KI überlässt, riskiert das Interesse seines Gegenübers.

Fast jeder Zweite hat KI bereits ausprobiert

Für die Studie wurden mehr als 1.000 Singles zu ihrem Umgang mit Künstlicher Intelligenz beim Online-Dating befragt. Das Ergebnis: Rund jeder zweite Teilnehmer hat bereits KI-Tools genutzt, etwa um Nachrichten zu formulieren oder Ideen für den Gesprächseinstieg zu erhalten. Etwa ein Drittel verwendet solche Anwendungen sogar regelmäßig.

Besonders verbreitet ist der Einsatz bei jüngeren Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren. Für viele dient KI vor allem als kreative Unterstützung, wenn es darum geht, den ersten Kontakt herzustellen oder Schreibblockaden zu überwinden.

Inspiration ja – komplette Nachrichten nein

Die Mehrheit der Befragten zieht allerdings klare Grenzen. Nach den Ergebnissen der Studie halten es 57 Prozent für akzeptabel, sich von einer KI inspirieren zu lassen, solange die Nachricht anschließend individuell überarbeitet und persönlich formuliert wird.

Anders sieht es aus, wenn Chatbots die gesamte Kommunikation übernehmen. 64 Prozent der Singles würden den Kontakt beenden, sobald sie erfahren, dass ihr Gegenüber ausschließlich KI-generierte Nachrichten verschickt.

Vor allem Frauen und ältere Singles legen laut Studie besonderen Wert auf authentische Kommunikation. Für sie gehören persönliche Formulierungen, kleine Fehler oder individuelle Ausdrucksweisen zum Kennenlernen dazu.

Authentizität wichtiger als perfekte Formulierungen

Auch beim Erstellen des eigenen Dating-Profils bleibt die Skepsis groß. Nur rund ein Drittel der Befragten nutzt KI-Unterstützung für Profiltexte. Die Mehrheit möchte sich lieber selbst präsentieren, statt auf automatisch erzeugte Beschreibungen zurückzugreifen.

Bemerkenswert ist außerdem das Vertrauen vieler Singles in ihre Menschenkenntnis: Rund jeder Zweite glaubt, KI-generierte Nachrichten erkennen zu können. Besonders überzeugt davon zeigen sich Menschen zwischen 40 und 49 Jahren.

KI wird zum Werkzeug – nicht zum Ersatz

Die Ergebnisse verdeutlichen einen grundlegenden Trend im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Während viele Menschen digitale Werkzeuge akzeptieren, um Ideen zu sammeln oder Formulierungen zu verbessern, erwarten sie beim eigentlichen Kennenlernen weiterhin echte Persönlichkeit.

Gerade beim Dating entscheiden häufig nicht perfekte Sätze über Sympathie, sondern Spontaneität, Humor und individuelle Ausdrucksweise. Wer ausschließlich auf künstlich erzeugte Nachrichten setzt, läuft daher Gefahr, zwar fehlerfreie Texte zu verschicken – dabei aber die eigene Persönlichkeit zu verlieren.

Fazit

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zum hilfreichen Begleiter im Alltag – auch beim Online-Dating. Die aktuelle Parship-Studie zeigt jedoch deutlich, dass Authentizität für die meisten Singles weiterhin entscheidend bleibt. ChatGPT kann beim Formulieren unterstützen oder kreative Impulse liefern. Die eigentliche Unterhaltung möchten die meisten Menschen jedoch mit einem echten Menschen führen – nicht mit dessen KI-Assistenten.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Amtsgericht hebt Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzverfahren der Hämmerling Consulting GmbH auf

Next Post

PRODOMUS GmbH: Insolvenzgericht berichtigt Handelsregistereintrag im Verfahren