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Vorläufige Insolvenzverwaltung für Aloys Hergemöller Krankentransporte GmbH & Co. KG angeordnet

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Aloys Hergemöller Krankentransporte GmbH & Co. KG mit Firmensitz in der Steinbecker Straße 15 in 49509 Recke befindet sich im Insolvenzeröffnungsverfahren. Das Amtsgericht Münster ordnete am 10. Juli 2026 um 11:35 Uhr im Verfahren mit dem Aktenzeichen 79 IN 37/26 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt unter HRA 6605 eingetragen. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Krankentransporte Hergemöller Verwaltungs-GmbH, vertreten durch die Geschäftsführerin Nicole Bensmann.

Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellte das Gericht Rechtsanwältin Filiz Turan aus Osnabrück. Gleichzeitig wurde ein allgemeiner Zustimmungsvorbehalt angeordnet. Verfügungen der Gesellschaft über Vermögensgegenstände sind damit nur noch mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin wirksam. Außerdem dürfen Drittschuldner offene Forderungen nicht mehr unmittelbar an das Unternehmen begleichen. Die vorläufige Insolvenzverwalterin wurde ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Darüber hinaus untersagte das Gericht Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft, soweit diese nicht unbewegliches Vermögen betreffen. Bereits begonnene Vollstreckungen wurden vorläufig eingestellt.

Die Aloys Hergemöller Krankentransporte GmbH & Co. KG ist seit vielen Jahren im Bereich der qualifizierten Krankenbeförderung tätig. Das Unternehmen entstand im Jahr 2013 in seiner heutigen Rechtsform und entwickelte sich zu einem regionalen Anbieter von Krankentransporten im Kreis Steinfurt und den angrenzenden Regionen. Im Laufe der Unternehmensgeschichte wechselte der Firmensitz zunächst innerhalb von Ibbenbüren, bevor der Betrieb nach Recke verlegt wurde. Bis zuletzt trat das Unternehmen aktiv am Markt auf und bot seine Leistungen für Patienten, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen und Krankenhäuser an.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag auf qualifizierten Krankentransporten, die mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen und medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurden. Nach eigenen Angaben verstand sich das Unternehmen als Bindeglied zwischen dem klassischen Rettungsdienst und einem gewöhnlichen Taxiunternehmen. Angeboten wurden sowohl liegende Krankentransporte als auch Transporte im Tragestuhl zu ambulanten Behandlungen, Arztterminen, Dialyse- und Strahlentherapien sowie Einweisungen und Entlassungen aus Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus führte das Unternehmen Rückholdienste aus anderen Regionen Deutschlands sowie aus europäischen Staaten durch und unterstützte Patienten bei organisatorischen Fragen rund um die Krankenbeförderung. Rollstuhltransporte gehörten hingegen nicht zum Leistungsangebot. Das Team bestand überwiegend aus Mitarbeitern mit medizinischer Ausbildung oder Erfahrungen im Sanitätsdienst und verfügte über entsprechende Qualifikationen im Gesundheitswesen.

Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung beginnt nun die Prüfung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Die vorläufige Insolvenzverwalterin wird die Vermögensverhältnisse, die laufenden Geschäftsbeziehungen sowie die Möglichkeiten einer Fortführung oder Sanierung des Krankentransportunternehmens untersuchen. Erst nach Abschluss dieser Prüfung wird das Insolvenzgericht entscheiden, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Das Verfahren 79 IN 37/26 stellt damit einen wichtigen Zwischenschritt dar, um die Vermögenswerte der Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig die Zukunftsperspektiven des Unternehmens mit Sitz in Recke zu bewerten.

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