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US-Politik verliert einen ihrer prägendsten Köpfe: Senator Lindsey Graham ist tot

NoName_13 (CC0), Pixabay

Die Vereinigten Staaten trauern um einen der bekanntesten Politiker der vergangenen Jahrzehnte. Der republikanische US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren nach einer kurzen und plötzlichen Krankheit gestorben. Das teilte sein Büro in einer offiziellen Erklärung mit. Weitere Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht gemacht.

Mit Graham verliert die Republikanische Partei eine ihrer einflussreichsten Stimmen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Seit seinem Einzug in den US-Senat im Jahr 2003 vertrat der Politiker den Bundesstaat South Carolina und entwickelte sich zu einem der profiliertesten Sicherheitspolitiker in Washington. Zuletzt leitete er den Haushaltsausschuss des Senats und galt als einer der wichtigsten Berater von Präsident Donald Trump in außenpolitischen Fragen.

Dabei war Grahams Verhältnis zu Trump keineswegs immer eng. Während des republikanischen Präsidentschaftsvorwahlkampfs 2016 gehörte er zunächst zu dessen schärfsten Kritikern. Nach Trumps Wahlsieg wandelte sich das Verhältnis jedoch grundlegend. Graham wurde zu einem seiner engsten politischen Verbündeten und verteidigte den Präsidenten in zahlreichen innen- und außenpolitischen Auseinandersetzungen. Gleichzeitig blieb er einer der entschiedensten Befürworter einer harten amerikanischen Außenpolitik gegenüber Russland, Iran und anderen geopolitischen Gegnern der USA.

Noch wenige Tage vor seinem Tod arbeitete Graham an neuen Sanktionsplänen gegen Russland und war zuletzt auch zu Gesprächen in der Ukraine unterwegs gewesen. Sein plötzlicher Tod kommt daher für viele Beobachter überraschend und hinterlässt eine spürbare Lücke innerhalb der republikanischen Führung.

Politische Weggefährten würdigten Graham als streitbaren, aber erfahrenen Parlamentarier mit großem Einfluss auf die amerikanische Sicherheits- und Außenpolitik. Auch internationale Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Mehrere Politiker aus den USA und dem Ausland erinnerten an seine jahrzehntelange Rolle als prägende Stimme im Senat.

Mit Lindsey Graham endet eine politische Karriere, die über drei Jahrzehnte die republikanische Politik mitprägte. Sein Tod verändert nicht nur die Mehrheitsverhältnisse im US-Senat, sondern beendet auch die Laufbahn eines Senators, der wie kaum ein anderer für die außenpolitische Linie der Republikaner stand.

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