Kriminelle verschicken derzeit gefälschte E-Mails im Namen der Postbank, um an sensible Bankdaten zu gelangen. Die Verbraucherwarnung vom 2. Juli 2026 betrifft eine Phishing-Kampagne, die mit einer angeblich notwendigen Aktualisierung der SecureGo+ App Druck auf Empfänger ausübt.
Drohung mit Kontosperrung
Die E-Mails tragen unter anderem den Betreff „Letzte Erinnerung: Ihr Konto wird dauerhaft gesperrt“. Darin behaupten die Betrüger, eine Aktualisierung oder Aktivierung der SecureGo+ App sei zwingend erforderlich, um das Konto weiterhin uneingeschränkt nutzen zu können.
Andernfalls würden innerhalb von 24 Stunden wichtige Funktionen gesperrt – darunter:
- Überweisungen,
- die Nutzung der Bankkarte,
- sowie die Verwaltung von Zahlungsempfängern.
Die vermeintliche Aktualisierung soll über einen in der E-Mail enthaltenen Link erfolgen.
Mehrere Warnsignale
Die Phishing-Nachricht weist gleich mehrere typische Merkmale eines Betrugsversuchs auf:
- unpersönliche Anrede,
- unseriöse oder abweichende Absenderadresse,
- massive Zeitdruck-Erzeugung durch eine 24-Stunden-Frist,
- Androhung einer dauerhaften Kontosperrung,
- Aufforderung, sensible Aktionen über einen Link in der E-Mail durchzuführen,
- fehlerhafte Datumsangabe („0. JULI 2026“),
- zusätzlicher, unpassender Betreff innerhalb der Nachricht („Verpflichtende Aktualisierung Ihres Online-Zugangs“).
So sollten Betroffene reagieren
Verbraucherschützer empfehlen, die E-Mail nicht zu beantworten, keine Links anzuklicken und keine Daten einzugeben. Stattdessen sollte die Nachricht direkt in den Spam-Ordner verschoben werden.
Wer Kunde der Postbank ist und unsicher ist, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht, sollte sein Konto ausschließlich über die offizielle Postbank-App, das reguläre Online-Banking oder die bekannten Kontaktwege der Bank prüfen.
Grundregel gegen Phishing
Banken fordern ihre Kunden grundsätzlich nicht per E-Mail dazu auf, Sicherheitsverfahren über einen Link zu aktualisieren oder vertrauliche Zugangsdaten einzugeben. Wer bei solchen Nachrichten misstrauisch bleibt und ausschließlich offizielle Kanäle nutzt, kann sich wirksam vor Phishing-Angriffen schützen.