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Wanises WM-Kolumne: Messi verschießt erst – und schreibt dann trotzdem Geschichte

Liebe Fußballfreunde,

wenn man dachte, Lionel Messi hätte bereits jedes Kapitel seiner einzigartigen Karriere geschrieben, dann belehrte uns der Argentinier am zweiten Spieltag der Gruppe J eines Besseren. Beim 2:0-Erfolg gegen Österreich zeigte der achtfache Weltfußballer einmal mehr, warum er selbst an einem vermeintlich schlechten Tag noch der Unterschiedsspieler schlechthin ist.

Dabei begann der Abend für Messi ungewohnt holprig. Bereits in der 9. Minute bot sich ihm die Chance zur frühen Führung vom Elfmeterpunkt. Doch der sonst so sichere Argentinier setzte den Ball rechts am Tor vorbei. Ein kleiner Schockmoment für die Albiceleste – und plötzlich witterte Österreich seine Chance.

Die Österreicher machten ihre Sache durchaus ordentlich. Sie kämpften, liefen, verteidigten leidenschaftlich und versuchten, den Favoriten zu ärgern. Allerdings fehlte im letzten Drittel häufig die nötige Durchschlagskraft. Argentinien wirkte dagegen jederzeit gefährlicher, insbesondere wenn der Ball bei einem gewissen Herrn Messi landete.

Zweimal scheiterte die argentinische Nummer 10 zunächst noch an David Alaba, der seine Mannschaft mit starken Rettungsaktionen im Spiel hielt. Doch wie so oft gilt: Einen Messi kann man vielleicht einmal stoppen, zweimal auch – dauerhaft aber nicht.

Kurz vor der Pause war es dann soweit. Mit seinem Treffer zum 1:0 stellte Messi nicht nur die Weichen auf Sieg, sondern schrieb gleichzeitig WM-Geschichte. Mit nunmehr 17 Weltmeisterschaftstoren ist er alleiniger Rekordtorschütze des Turniers. Eine weitere Bestmarke in einer Karriere, die ohnehin längst wie ein Fußballmärchen wirkt.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierte Argentinien das Geschehen mit beeindruckender Ruhe. Österreich bemühte sich redlich, fand aber kaum Wege durch die kompakte argentinische Defensive. Die Südamerikaner spielten die Partie souverän herunter, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.

Und weil große Künstler ihre Auftritte gern mit einem letzten Pinselstrich vollenden, schlug Messi in der Nachspielzeit erneut zu. Sein Treffer zum 2:0 war die endgültige Entscheidung und zugleich bereits sein fünftes Tor bei dieser Weltmeisterschaft.

Was bleibt nach diesem Abend? Argentinien steht verdient im Sechzehntelfinale und gehört weiterhin zum engsten Favoritenkreis. Und Messi? Der Mann verschießt einen Elfmeter, bricht anschließend einen historischen Rekord und erzielt einen Doppelpack. Für die meisten Spieler wäre das Karrierehöhepunkt und Schlagzeile zugleich. Für Lionel Messi scheint es mittlerweile einfach ein ganz normaler Arbeitstag bei einer Weltmeisterschaft zu sein.

Bis zum nächsten WM-Abend,

Eure Wanise

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