Die KD International Trade & Investment OHG aus Düren befindet sich in einem Insolvenzeröffnungsverfahren. Das Amtsgericht Aachen hat am 11. Juni 2026 im Verfahren mit dem Aktenzeichen 91 IN 110/26 umfangreiche Sicherungsmaßnahmen angeordnet, um das Vermögen der Gesellschaft zu schützen und eine Benachteiligung der Gläubiger zu verhindern.
Die Gesellschaft ist unter der Anschrift Krämergasse 27, 52349 Düren, ansässig und beim Amtsgericht Düren unter der Handelsregisternummer HRA 3693 eingetragen. Gesetzlich vertreten wird die offene Handelsgesellschaft durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin, die Astonk International GmbH mit Sitz in Köln. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Köln unter der Handelsregisternummer HRB 69489 registriert und wird durch ihren Geschäftsführer Jiageng Wang vertreten.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Thomas Ellrich aus Köln. Gleichzeitig wurde ein Zustimmungsvorbehalt angeordnet. Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind damit nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Darüber hinaus wurde den Schuldnern der Gesellschaft untersagt, Zahlungen unmittelbar an die KD International Trade & Investment OHG zu leisten. Der vorläufige Insolvenzverwalter erhielt die Befugnis, Bankguthaben und sonstige Forderungen einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen.
Zusätzlich setzte das Insolvenzgericht Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen die Gesellschaft weitgehend außer Kraft. Neue Vollstreckungsmaßnahmen dürfen vorerst nicht durchgeführt werden, bereits eingeleitete Verfahren wurden einstweilen eingestellt, soweit keine unbeweglichen Gegenstände betroffen sind.
Nach den öffentlich zugänglichen Unternehmensangaben war die KD International Trade & Investment OHG im Bereich des internationalen Handels und der Investitionstätigkeit aktiv. Zum Unternehmensgegenstand gehörten insbesondere der Import und Export verschiedener Waren, die Anbahnung und Vermittlung internationaler Geschäftsbeziehungen sowie die Begleitung von Handels- und Investitionsprojekten. Solche Unternehmen fungieren häufig als Schnittstelle zwischen ausländischen Herstellern, Investoren und dem deutschen Markt.
Mit den nun angeordneten Sicherungsmaßnahmen beginnt eine entscheidende Phase des Insolvenzeröffnungsverfahrens. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft analysieren und prüfen, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens gegeben sind. Für Geschäftspartner und Gläubiger bleibt die weitere Entwicklung von besonderem Interesse, da sich erst im weiteren Verlauf zeigen wird, ob eine Sanierung des Unternehmens möglich ist oder eine geordnete Abwicklung erfolgen muss.