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YouTube bittet Millionen Nutzer zur Kasse: Premium-Abos werden deutlich teurer

geralt (CC0), Pixabay

YouTube-Nutzer in Deutschland müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Videoplattform hat eine umfassende Preiserhöhung für sämtliche Premium-Abonnements angekündigt. Je nach Tarif steigen die Kosten um bis zu 33 Prozent. Besonders betroffen sind Nutzer des günstigeren Premium-Lite-Angebots, das bislang als preiswerte Alternative zum Vollabo galt. Gleichzeitig führt YouTube eine neue Direktnachrichtenfunktion ein und baut damit seine Plattform weiter in Richtung soziales Netzwerk aus.

Die Preisänderungen gelten ab sofort für Neukunden. Wer künftig ein YouTube-Premium-Abo abschließt, zahlt für das Einzelabo monatlich 14,99 Euro statt bisher 12,99 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von rund 15 Prozent. Auch das Jahresabo wird deutlich teurer und kostet künftig 149,99 Euro statt bislang 129,99 Euro.

Familien müssen ebenfalls mit höheren Ausgaben rechnen. Das Familienabo, das von bis zu sechs Personen eines Haushalts genutzt werden kann, steigt von 23,99 Euro auf 27,99 Euro pro Monat. Studenten zahlen künftig 8,99 Euro statt bisher 7,49 Euro monatlich.

Besonders kräftig fällt die Preissteigerung beim Tarif YouTube Premium Lite aus. Hier erhöht sich der monatliche Preis von 5,99 Euro auf 7,99 Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 33 Prozent und stellt die größte Verteuerung aller angebotenen Tarife dar.

Für Bestandskunden gelten die neuen Preise nicht sofort. Nach Angaben von YouTube werden bestehende Abonnenten mindestens 30 Tage vor der jeweiligen Anpassung per E-Mail informiert. Erst mit dem darauffolgenden Abrechnungszeitraum wird der neue Preis fällig. Dennoch dürfte die Ankündigung bei vielen Nutzern für Unmut sorgen, da Streaming- und Digitalabonnements in den vergangenen Jahren bereits mehrfach teurer geworden sind.

YouTube Premium zählt mittlerweile zu den wichtigsten Einnahmequellen des Google-Konzerns neben der klassischen Werbung. Das Abo bietet werbefreies Streaming, Hintergrundwiedergabe auf Mobilgeräten, Download-Funktionen sowie den Zugriff auf den Musikdienst YouTube Music.

Der günstigere Lite-Tarif bietet hingegen nur eingeschränkte Werbefreiheit. Nutzer müssen weiterhin mit Werbung in Musikvideos, Shorts und teilweise auf der Startseite rechnen. Trotz der deutlichen Preissteigerung bleibt das Angebot gegenüber dem Vollabo eingeschränkt.

Parallel zur Preisanpassung startet YouTube eine neue Chat-Funktion für Mobilgeräte. Volljährige Nutzer in Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern können künftig direkt über die App miteinander kommunizieren. Die Funktion ermöglicht das Versenden von Nachrichten, das Teilen von Videos sowie das Einladen anderer Nutzer zu privaten Chats.

Damit kehrt eine Funktion zurück, die YouTube bereits zwischen 2017 und 2019 angeboten hatte. Damals wurde der Dienst wieder eingestellt. Nun wagt die Plattform einen neuen Anlauf und versucht offenbar, Nutzer stärker innerhalb des eigenen Ökosystems zu halten.

Die jüngsten Preissteigerungen zeigen, dass auch bei Streaming- und Videodiensten die Zeiten günstiger Abonnements zunehmend der Vergangenheit angehören. Während YouTube sein Angebot kontinuierlich erweitert, müssen Verbraucher entscheiden, ob ihnen die zusätzlichen Funktionen den höheren Preis wert sind. Für Millionen Nutzer in Deutschland steht damit erneut die Frage im Raum, welche Streaming-Dienste wirklich unverzichtbar sind – und auf welche Abonnements künftig möglicherweise verzichtet werden kann.

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