Die Spargelsaison neigt sich ihrem Ende entgegen – und das macht sich inzwischen auch an den Preisen bemerkbar. Kurz vor dem traditionellen Saisonabschluss am 24. Juni, dem Johannistag, müssen Verbraucher für deutschen Spargel wieder mehr bezahlen.
Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) sind die Preise für deutschen weißen Spargel in den vergangenen Tagen spürbar gestiegen. Wer jetzt noch das beliebte Frühlingsgemüse genießen möchte, muss je nach Qualität und Sortierung teilweise deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einer Woche.
Deutlicher Preisanstieg innerhalb weniger Tage
Anfang dieser Woche kosteten 500 Gramm deutscher weißer Spargel im Einzelhandel zwischen 4,06 Euro und 6,29 Euro.
Zum Vergleich: In der Vorwoche lagen die Preise noch zwischen 3,49 Euro und 5,99 Euro je 500 Gramm.
Damit verteuerte sich das Edelgemüse innerhalb weniger Tage um bis zu rund 16 Prozent.
Besonders hochwertige Sortierungen mit größeren und gleichmäßigeren Stangen erreichen dabei die höchsten Preise.
Warum Spargel zum Saisonende teurer wird
Die aktuelle Entwicklung folgt einem typischen saisonalen Muster.
Mit dem nahenden Ende der Erntesaison sinkt das verfügbare Angebot. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage vieler Verbraucher hoch, da zahlreiche Haushalte die letzten Wochen der Spargelsaison noch einmal für traditionelle Spargelgerichte nutzen möchten.
Diese Kombination aus rückläufigem Angebot und stabiler Nachfrage führt regelmäßig zu steigenden Preisen.
Hinzu kommt, dass viele Betriebe ihre Ernte bereits reduzieren oder die Spargelfelder auf die Regenerationsphase vorbereiten.
Saison endet traditionell am Johannistag
In Deutschland endet die Spargelsaison traditionell am 24. Juni, dem Johannistag.
Dieses Datum hat vor allem landwirtschaftliche Gründe. Die Pflanzen benötigen anschließend ausreichend Zeit, um sich von der Ernte zu erholen und Kraft für die nächste Saison zu sammeln.
Würde länger gestochen, könnten die Erträge und die Qualität in den kommenden Jahren leiden.
Deshalb gilt seit Generationen die Bauernregel:
„Kirschen rot, Spargel tot.“
Sie erinnert daran, dass mit dem Beginn der Kirschsaison das Spargelstechen endet.
Preise insgesamt auf Vorjahresniveau
Trotz des jüngsten Anstiegs verlief die Spargelsaison 2026 bislang vergleichsweise stabil.
Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft bewegten sich die Verbraucherpreise während der laufenden Saison überwiegend auf dem Niveau des Vorjahres.
Größere Preissprünge oder außergewöhnliche Versorgungsengpässe blieben aus.
Damit konnten viele Verbraucher den heimischen Spargel in diesem Jahr zu ähnlichen Konditionen erwerben wie bereits 2025.
Spargel bleibt eines der beliebtesten Saisongemüse
Der Spargel genießt in Deutschland weiterhin eine Sonderstellung unter den heimischen Gemüsesorten.
Jedes Jahr werden während der Saison mehrere zehntausend Tonnen des Gemüses geerntet und vermarktet. Besonders beliebt ist weißer Spargel, der traditionell mit Kartoffeln, Schinken oder Sauce Hollandaise serviert wird.
Für viele Verbraucher gehört der Spargelkauf im Frühjahr und Frühsommer fest zum saisonalen Speiseplan.
Letzte Gelegenheit für heimischen Spargel
Mit dem nahenden Johannistag bleiben nur noch wenige Tage, um frischen deutschen Spargel aus regionalem Anbau zu kaufen.
Wer die Saison noch einmal kulinarisch auskosten möchte, sollte sich jedoch auf etwas höhere Preise einstellen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Nachfrage nach dem beliebten Frühlingsgemüse auch kurz vor Saisonende ungebrochen ist.
Ab dem 24. Juni endet die Ernte traditionell bundesweit – und Spargelliebhaber müssen dann bis zum kommenden Frühjahr auf frische heimische Ware warten.