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BaFin warnt vor Imperion Finance: Angeblicher Handel mit SpaceX-Aktien ohne Erlaubnis

Leovinus (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Verbraucher vor Angeboten der angeblich in London ansässigen Imperion Finance. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde bietet das Unternehmen Anlegerinnen und Anlegern den Erwerb von Aktien des Raumfahrtunternehmens SpaceX an, ohne über die hierfür erforderlichen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen zu verfügen.

Wie die BaFin mitteilt, verfügt Imperion Finance weder über eine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG) noch nach dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG), die für entsprechende Finanz- und Wertpapierdienstleistungen in Deutschland erforderlich wäre. Darüber hinaus wurde für die angebotenen SpaceX-Aktien kein Wertpapierprospekt zur Billigung bei der BaFin eingereicht.

Anleger sollen angebliche Starlink-Aktien tauschen

Besonders aufmerksam wurde die Aufsichtsbehörde aufgrund eines Geschäftsmodells, das sich gezielt an Personen richtet, die in der Vergangenheit über die Hills & Partners Ltd. angeblich Aktien der Starlink Inc. erworben haben. Diesen Anlegern wird nun angeboten, ihre vermeintlichen Starlink-Anteile gegen eine zusätzliche Zahlung in Aktien der SpaceX Corp. umzutauschen.

Im Internet tritt das Unternehmen unter der Domain imperionfinance.com auf.

BaFin sieht erhebliche Risiken für Anleger

Die Finanzaufsicht weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle bekannt geworden sind, bei denen angebliche Aktien bekannter Unternehmen zum Kauf angeboten wurden, die nach Zahlung jedoch niemals geliefert wurden. Häufig seien die Anbieter nach Eingang der Gelder nicht mehr erreichbar gewesen. In einigen Fällen hätten die angebotenen Aktien überhaupt nicht existiert.

Gerade vorbörsliche Beteiligungen an bekannten Unternehmen wie SpaceX oder Starlink üben auf viele Anleger eine große Anziehungskraft aus. Gleichzeitig handelt es sich jedoch um einen Bereich, in dem Betrugsfälle regelmäßig auftreten.

Fehlender Prospekt als Warnsignal

Grundsätzlich dürfen Wertpapiere in Deutschland nur dann öffentlich angeboten werden, wenn zuvor ein von der BaFin gebilligter Wertpapierprospekt veröffentlicht wurde, sofern keine gesetzliche Ausnahme greift. Ein solcher Prospekt soll Anlegern wesentliche Informationen über das Wertpapier und die damit verbundenen Risiken zur Verfügung stellen.

Für die von Imperion Finance angebotenen SpaceX-Aktien liegt nach Angaben der BaFin kein entsprechender Prospekt vor. Anleger sollten deshalb besondere Vorsicht walten lassen.

Zulassung des Anbieters prüfen

Unternehmen, die Wertpapiere anderer Gesellschaften vermitteln oder zum Kauf anbieten, benötigen grundsätzlich eine behördliche Zulassung. Dies gilt auch für den Handel mit sogenannten vorbörslichen Aktien.

Die BaFin empfiehlt Anlegern daher, vor einer Investitionsentscheidung stets zu überprüfen, ob der Anbieter in der Unternehmensdatenbank der Aufsichtsbehörde registriert ist und ob für das angebotene Wertpapier ein gebilligter Prospekt hinterlegt wurde.

Wachsamkeit bleibt gefragt

Die aktuelle Warnung verdeutlicht erneut die Risiken im Zusammenhang mit vermeintlich exklusiven Beteiligungsmöglichkeiten an bekannten Technologieunternehmen. Wer mit Angeboten für SpaceX-, Starlink- oder andere nicht börsennotierte Aktien kontaktiert wird, sollte die Angaben des Anbieters sorgfältig prüfen und sich nicht von vermeintlich einmaligen Investitionschancen unter Druck setzen lassen.

Die BaFin rät Anlegerinnen und Anlegern, bei Zweifeln besonders vorsichtig zu sein und vor einer Investition unabhängigen Rat einzuholen.

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