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Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF: Starkes Renditejahr mit erhöhtem Risiko in Schwellenländern

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresbericht des Deka Investment GmbH zum Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF zeigt aus Anlegersicht ein insgesamt sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025/2026, allerdings verbunden mit den typischen Risiken eines Schwellenländer-Investments.

Besonders hervorzuheben ist die starke Jahresperformance von 41,5 %, womit der ETF deutlich von der Erholung und Dynamik vieler Emerging Markets profitieren konnte. Auch die durchschnittliche Rendite der letzten drei Jahre von 15,6 % p.a. spricht für eine attraktive mittelfristige Entwicklung. Langfristig relativiert sich das Bild jedoch etwas: Über fünf Jahre liegt die durchschnittliche Rendite bei lediglich 4,3 % p.a., was die hohe Schwankungsanfälligkeit dieser Märkte verdeutlicht.

Der ETF verfolgt eine synthetische Replikationsstrategie mittels Swap-Vereinbarungen mit der DekaBank. Dadurch wird die Entwicklung des MSCI Emerging Markets Index indirekt nachgebildet. Für Anleger bedeutet dies eine sehr genaue Indexabbildung, gleichzeitig aber auch ein zusätzliches Kontrahentenrisiko gegenüber der DekaBank. Laut Bericht wurde dieses Risiko durch interne Limits und Besicherungen kontrolliert, und es kam im Berichtszeitraum zu keinem Ausfallverlust. Dennoch bleibt dies ein wichtiger Risikofaktor, den Anleger berücksichtigen sollten.

Ein weiterer zentraler Punkt ist das erhebliche Währungsrisiko. Da der Index überwiegend in US-Dollar und anderen Schwellenländerwährungen notiert, sind europäische Anleger starken Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Eine aktive Absicherung dieser Risiken erfolgt nicht, da das Fondsmanagement ausschließlich die Indexnachbildung verfolgt.

Die Zusammensetzung des Index zeigt eine starke Konzentration auf asiatische Technologieunternehmen. Größte Position ist Taiwan Semiconductor Manufacturing Company mit rund 12,5 %, gefolgt von Samsung Electronics, Tencent Holdings und Alibaba Group. Damit hängt die Entwicklung des ETFs stark von der Technologiebranche sowie von der wirtschaftlichen Lage in China, Taiwan und Südkorea ab. Positiv ist die breite regionale Diversifikation über zahlreiche Schwellenländer hinweg, allerdings besteht gleichzeitig eine gewisse Abhängigkeit von wenigen Großkonzernen.

Im Bereich Nachhaltigkeit positioniert sich der Fonds neutral. Der ETF verfolgt weder ökologische noch soziale Anlageziele und fällt unter Artikel 6 der EU-Offenlegungsverordnung. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass laut Bericht nicht in Hersteller kontroverser Waffen investiert wurde. Für ESG-orientierte Anleger dürfte der Fonds dennoch nur eingeschränkt attraktiv sein.

Aus Investorensicht eignet sich der ETF insbesondere für langfristig orientierte Anleger, die gezielt vom Wachstum der Schwellenländer profitieren möchten und bereit sind, höhere Kursschwankungen sowie geopolitische Risiken zu akzeptieren. Die starke Performance des vergangenen Jahres zeigt das Potenzial dieser Märkte, gleichzeitig mahnt die eher moderate Fünfjahresrendite zur Vorsicht. Der Fonds bietet eine kosteneffiziente und breit diversifizierte Möglichkeit, an Emerging Markets zu partizipieren, bleibt jedoch ein Investment mit erhöhtem Risikoprofil.

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