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Passwort 123456? Warum schwache Passwörter ein großes Sicherheitsrisiko sind

azmeyart-design (CC0), Pixabay

Ob E-Mail-Konto, Streamingdienst, Online-Shop oder Social Media – die Zahl unserer digitalen Zugänge wächst ständig. Viele Menschen besitzen heute rund 90 verschiedene Online-Konten. Doch genau hier liegt ein großes Problem: Noch immer werden viel zu einfache Passwörter verwendet.

Klassiker wie „123456“, „Passwort123“, „qwerty“ oder „admin“ zählen weiterhin zu den häufigsten Zugangsdaten weltweit – und gehören gleichzeitig zu den unsichersten überhaupt.

Schwache Passwörter lassen sich in Sekunden knacken

Cyberkriminelle arbeiten längst automatisiert. Mithilfe spezieller Programme testen sie innerhalb kürzester Zeit Millionen bekannter Passwortkombinationen.

Besonders gefährlich wird es, wenn dasselbe Passwort mehrfach verwendet wird. Wird ein einzelnes Konto gehackt, probieren Täter die Kombination häufig direkt bei:

  • E-Mail-Konten
  • Online-Shops
  • sozialen Netzwerken
  • Zahlungsdiensten
  • Cloudspeichern

Im schlimmsten Fall übernehmen Kriminelle dadurch die komplette digitale Identität ihrer Opfer.

Diese Folgen drohen

Unsichere Passwörter können schwerwiegende Konsequenzen haben:

  • Identitätsdiebstahl
  • Betrug im Namen der betroffenen Person
  • Zugriff auf private Fotos und Dokumente
  • Einkäufe auf fremde Rechnung
  • Erpressungsversuche
  • Datenverlust
  • Übernahme weiterer Konten

Besonders kritisch ist dabei das E-Mail-Konto. Wer darauf Zugriff erhält, kann oft die Passwörter zahlreicher anderer Dienste zurücksetzen.

So sieht ein sicheres Passwort aus

Ein gutes Passwort sollte:

  • mindestens 12 bis 16 Zeichen lang sein
  • Groß- und Kleinbuchstaben kombinieren
  • Zahlen und Sonderzeichen enthalten
  • keine persönlichen Daten verwenden
  • nur einmal genutzt werden

Sicherer sind außerdem sogenannte Passphrasen – also mehrere zufällige Wörter kombiniert mit Zahlen und Sonderzeichen.

Passwortmanager helfen im Alltag

Da sich kaum jemand Dutzende komplizierte Passwörter merken kann, empfehlen Sicherheitsexperten sogenannte Passwortmanager.

Diese Programme:

  • speichern Zugangsdaten verschlüsselt
  • erstellen automatisch starke Passwörter
  • füllen Login-Daten sicher aus

Nutzer:innen müssen sich dann nur noch ein einziges starkes Masterpasswort merken.

Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöht den Schutz

Zusätzliche Sicherheit bietet die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Dabei reicht das Passwort allein nicht aus. Zusätzlich wird etwa benötigt:

  • ein Bestätigungscode per App
  • ein Fingerabdruck
  • eine SMS-Bestätigung
  • eine Freigabe auf dem Smartphone

Selbst wenn ein Passwort gestohlen wird, bleibt das Konto dadurch meist geschützt.

Datenleck prüfen

Ob die eigene E-Mail-Adresse bereits in bekannten Datenlecks aufgetaucht ist, lässt sich über Have I Been Pwned überprüfen.

Wer dort einen Treffer findet, sollte betroffene Passwörter sofort ändern und möglichst überall unterschiedliche Zugangsdaten verwenden.

Kleine Mühe, großer Schutz

Ein sicheres Passwort kostet nur wenige Minuten zusätzliche Aufmerksamkeit. Ein gehacktes Konto dagegen kann viel Zeit, Geld und Nerven kosten. Gerade deshalb lohnt es sich, die eigenen Zugangsdaten regelmäßig zu überprüfen und besser abzusichern.

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