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Prima Systembau GmbH aus Berlin unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Prima Systembau GmbH mit Sitz im Waschbärweg 8 in 12623 Berlin befindet sich in einem Insolvenzantragsverfahren. Das Amtsgericht Charlottenburg ordnete am 17. Mai 2026 im Verfahren mit dem Aktenzeichen 3602 IN 908 26 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Thorsten Petersen aus Berlin bestellt. Gleichzeitig verfügte das Gericht dass Verfügungen der Schuldnerin nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind.

Die Prima Systembau GmbH ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 98922 eingetragen. Geschäftsführer des Unternehmens ist Torsten Henke. Laut den veröffentlichten Angaben war die Gesellschaft im Bereich Vertrieb Planung und Errichtung von Häusern tätig. Damit gehörte das Unternehmen zur Baubranche und war insbesondere im Bereich Systembau und Hausbau aktiv.

Der Begriff Systembau steht in der Regel für standardisierte und industriell vorbereitete Bauweisen bei denen Bauteile vorproduziert und anschließend vor Ort montiert werden. Unternehmen in diesem Segment bieten häufig schlüsselfertige Einfamilienhäuser Doppelhäuser oder kleinere Wohnanlagen an. In den vergangenen Jahren stand die Bauwirtschaft jedoch bundesweit unter erheblichem Druck. Hohe Finanzierungskosten gestiegene Materialpreise und eine sinkende Nachfrage nach Neubauten führten bei zahlreichen Bauträgern und Bauunternehmen zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Auch die Prima Systembau GmbH scheint von dieser Entwicklung betroffen zu sein. Das Gericht begründete die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung mit dem Ziel nachteilige Veränderungen in der Vermögenslage des Unternehmens zu verhindern. Darüber hinaus wurden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft untersagt und bereits laufende Maßnahmen vorläufig eingestellt.

Der vorläufige Insolvenzverwalter erhielt umfassende Befugnisse zur Sicherung des Vermögens. Dazu gehören unter anderem die Kontrolle über Bankkonten und Außenstände sowie die Möglichkeit Forderungen einzuziehen. Geschäftspartner und Schuldner der Gesellschaft wurden aufgefordert Zahlungen nur noch unter Beachtung der gerichtlichen Anordnung zu leisten.

Die Prima Systembau GmbH war über Jahre im Berliner Immobilien und Hausbaumarkt tätig. Gerade Unternehmen im Bereich Fertig und Systemhäuser hatten zuletzt mit rückläufigen Aufträgen zu kämpfen. Viele Bauinteressenten verschoben Projekte aufgrund gestiegener Bauzinsen und unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Hinzu kamen gestiegene Kosten für Baumaterialien und Fachkräfte.

Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung beginnt nun die Prüfung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Der Insolvenzverwalter soll feststellen ob genügend Vermögen vorhanden ist um ein reguläres Insolvenzverfahren zu eröffnen und ob Möglichkeiten für eine Fortführung oder Sanierung des Geschäftsbetriebs bestehen.

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