Worms Aachen. Gleich zwei kleinere Unternehmen aus Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen sind mit ihren Insolvenzverfahren endgültig gescheitert. Sowohl die FiB Akademie UG aus Monsheim als auch die Heintges Unternehmensberatung und Consulting UG aus Hellenthal konnten die Kosten eines Insolvenzverfahrens nicht mehr decken. Die zuständigen Gerichte wiesen die Insolvenzanträge deshalb mangels Masse ab.
Im Fall der FiB Akademie UG haftungsbeschränkt führte das Amtsgericht Worms das Verfahren unter dem Aktenzeichen 16 IN 136 25. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in der Faberstraße 17 in 67590 Monsheim und ist beim Amtsgericht Mainz unter HRB 53124 registriert. Geschäftsführer waren Ralf Pleickhard und Gregor Maximilian Gottlieb Langer.
Die FiB Akademie UG war nach ihrem Unternehmensprofil im Bereich Weiterbildung und Qualifizierung tätig. Der Name FiB steht nach früheren öffentlichen Angaben für Fortbildung und Bildung. Das Unternehmen bot Schulungen und Weiterbildungsangebote an und bewegte sich damit im wachsenden Markt privater Bildungsdienstleistungen. Zielgruppen waren unter anderem Fachkräfte sowie Personen die berufliche Zusatzqualifikationen erwerben wollten. Zu den möglichen Tätigkeitsfeldern gehörten Seminare Coachings und praxisorientierte Schulungsangebote.
Am 13. Mai 2026 wies das Amtsgericht Worms den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse zurück. Das bedeutet dass nicht einmal genügend Vermögen vorhanden war um die Kosten eines regulären Insolvenzverfahrens zu decken. Für Gläubiger bedeutet eine solche Entscheidung in der Regel geringe Aussichten auf Rückzahlungen.
Ebenfalls mangels Masse scheiterte die Heintges Unternehmensberatung und Consulting UG haftungsbeschränkt. Das Verfahren wurde beim Amtsgericht Aachen unter dem Aktenzeichen 91 IN 346 25 geführt. Sitz des Unternehmens war der Frauenkroner Weg 30 in 53940 Hellenthal. Eingetragen war die Gesellschaft beim Amtsgericht Düren unter HRB 8200. Geschäftsführer war Andrzej Robert Tesarczyk.
Die Gesellschaft war laut Handelsregistereintrag im Bereich Unternehmensberatung und Consulting tätig. Das Unternehmen bot Dienstleistungen zur Beratung von Firmen an und dürfte insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen betreut haben. Solche Beratungsfirmen unterstützen typischerweise bei betriebswirtschaftlichen Fragen organisatorischen Abläufen Kostenstrukturen oder strategischen Entscheidungen.
Der Insolvenzantrag der Gesellschaft war bereits Ende November 2025 beim Gericht eingegangen. Mit Beschluss vom 13. Mai 2026 wurde auch dieses Verfahren mangels vorhandener Masse eingestellt. Damit endet das Verfahren ohne Eröffnung eines regulären Insolvenzprozesses.
Die beiden Fälle verdeutlichen die schwierige wirtschaftliche Lage kleiner Dienstleistungsunternehmen. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Beratung Coaching und Weiterbildung geraten zunehmend unter Druck wenn Aufträge ausbleiben steigende Kosten nicht kompensiert werden können und keine ausreichenden finanziellen Reserven vorhanden sind.