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Toter Buckelwal vor Dänemark entdeckt: Ist es das Tier aus der Ostsee?

Aklife (CC0), Pixabay

Vor der Küste Dänemark ist ein toter Buckelwal angespült worden – und nun wächst die Sorge, dass es sich um genau jenes Tier handeln könnte, das wochenlang in der Ostsee vor Insel Poel für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Noch herrscht jedoch keine endgültige Gewissheit. Erst Untersuchungen sollen klären, ob der nun gefundene Wal identisch mit dem zuvor geretteten Tier ist.

Nach Angaben der dänischen Umweltbehörden wurde der tote Buckelwal nahe der Insel Anholt entdeckt. Das Tier soll zwischen zehn und fünfzehn Meter lang sein und offenbar bereits seit längerer Zeit tot im Wasser getrieben haben.

Der Fund sorgt besonders deshalb für große Aufmerksamkeit, weil der Buckelwal aus der Ostsee in den vergangenen Wochen zu einem viel beachteten Fall geworden war. Das Tier war mehrfach in flachen Küstenbereichen gestrandet und hatte sich zeitweise in der Kirchsee vor der Insel Poel aufgehalten.

Eine private Rettungsinitiative hatte schließlich versucht, den Wal mit Hilfe eines Lastkahns zurück in tiefere Gewässer und Richtung offene Ostsee zu bringen. Unterstützt wurde die Aktion auch finanziell von engagierten Unterstützern und Unternehmern.

An dem Wal war ein GPS-Sender befestigt worden, um seine Bewegungen verfolgen zu können. Doch laut der Initiative wurde seit Sonntag kein Signal mehr empfangen. Seitdem wuchs die Sorge, dass dem Tier etwas zugestoßen sein könnte.

Die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die sich an der Rettungsaktion beteiligt hatte, erklärte, entweder sei der Sender defekt oder dem Wal sei tatsächlich etwas passiert. Der nunige Fund vor Dänemark könnte diese Befürchtungen bestätigen.

Der Fall macht erneut deutlich, wie schwierig Rettungsaktionen bei Großwalen in der Ostsee sind. Buckelwale gehören eigentlich nicht dauerhaft in die flachen und vergleichsweise engen Gewässer der Ostsee. Orientierungslosigkeit, Nahrungsmangel oder gesundheitliche Probleme können dazu führen, dass Tiere stranden oder geschwächt werden.

Zudem gelten Strandungen von Walen in der Region als kompliziert und emotional belastend. Oft versuchen Helfer über Tage oder Wochen, Tiere zurück ins offene Meer zu bringen – mit ungewissem Ausgang.

In Dänemark treten Walstrandungen deutlich häufiger auf als an deutschen Küsten. Erst vor wenigen Monaten waren dort mehrere Pottwale verendet. Experten vermuten unterschiedliche Ursachen, darunter Orientierungsschwierigkeiten, Umweltveränderungen, Unterwasserlärm oder Erkrankungen.

Sollte sich bestätigen, dass der nun gefundene Wal tatsächlich das Tier aus der Ostsee ist, wäre dies ein trauriges Ende einer Rettungsaktion, die viele Menschen bewegt hatte. Gleichzeitig würde der Fall erneut die schwierige Frage aufwerfen, wie erfolgreich und nachhaltig Eingriffe bei gestrandeten Großwalen überhaupt sein können.

Die Untersuchungen der dänischen Behörden sollen im Laufe des Tages weitere Klarheit bringen. Bis dahin bleibt offen, ob der tote Buckelwal tatsächlich jener Wanderer ist, dessen Schicksal in den vergangenen Wochen viele Menschen an Nord- und Ostsee verfolgt hatten.

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