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ZukunftsPlan II 2025: Starke Rendite, aber deutlicher Mittelabfluss und hohe Aktienlast erhöhen das Anlegerprofil

geralt (CC0), Pixabay

Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht des ZukunftsPlan II ein insgesamt zweigeteiltes Bild: operativ war 2025 ein gutes Jahr mit einer Wertsteigerung von 9,8 %, strategisch fällt jedoch der massive Rückgang des Fondsvolumens von 182,7 Mio. Euro auf 33,4 Mio. Euro stark ins Gewicht. Damit stehen einer überzeugenden Performance klare Struktur- und Stabilitätsfragen gegenüber.

Der Fonds verfolgt einen aktiven Dachfondsansatz und investiert überwiegend in Aktien-, Renten- und Geldmarktfonds aus dem Deka-Universum. Für Anleger ist das grundsätzlich attraktiv, weil dadurch eine breite Diversifikation über viele Zielfonds entsteht und Spezialistenwissen der einzelnen Fondsmanager genutzt wird. Gleichzeitig bringt dieser Ansatz aber auch eine gewisse Komplexität und Intransparenz mit sich, weil der Anleger nicht direkt in Einzeltitel, sondern in mehrere Fonds-Ebenen investiert. Positiv ist, dass der Fonds sein Portfolio aktiv an die Marktbedingungen angepasst hat und 2025 den Aktienanteil deutlich erhöht hat, was sich im starken Börsenjahr klar ausgezahlt hat.

Die Portfoliostruktur zum Jahresende ist jedoch offensiv: 85,4 % Aktienfonds, nur 10,0 % Rentenfonds und 4,6 % Barreserve/Sonstiges. Damit ist der Fonds faktisch stark vom Aktienmarkt abhängig. Für langfristig orientierte Anleger mit ausreichender Risikotragfähigkeit kann das sinnvoll sein. Wer aber bei einem gemischten Dachfonds eine ausgewogenere, defensivere Allokation erwartet, sollte wissen, dass der Fonds Ende 2025 eher wie ein aktiennahes Multi-Asset-Produkt positioniert war. Das erklärt die gute Wertentwicklung, erhöht aber zugleich die Empfindlichkeit gegenüber künftigen Marktrückschlägen.

Positiv ist die globale und thematisch breite Streuung. Schwerpunkte lagen auf globalen und europäischen Aktienfonds, ergänzt um Schwellenländer und Spezialthemen. Der Fremdwährungsanteil war mit knapp 3 % vergleichsweise gering, sodass das Währungsrisiko begrenzt blieb. Auch die Liquiditätslage erscheint solide: Der Fonds war zu 95,5 % investiert, hielt aber dennoch gut 4 % Liquidität, und laut Bericht bestanden im Berichtszeitraum keine wesentlichen Liquiditätsrisiken. Das ist gerade bei einem Dachfonds wichtig.

Sehr kritisch zu betrachten ist jedoch die Entwicklung des Fondsvolumens. Der Netto-Mittelabfluss lag bei rund 186,6 Mio. Euro, was den Fonds auf nur noch 33,4 Mio. Euro zusammenschrumpfen ließ. Das ist aus Anlegersicht der auffälligste Punkt im gesamten Bericht. Zwar bedeutet ein kleineres Fondsvolumen nicht automatisch ein Problem, aber es kann Nachteile mit sich bringen: geringere wirtschaftliche Skaleneffekte, potenziell höhere relative Belastung durch fixe Kosten, geringere Marktpräsenz und im Extremfall ein erhöhtes Risiko, dass das Produkt bei dauerhaft niedrigem Volumen strategisch überprüft wird. Für Bestandsanleger ist das kein akutes Warnsignal, aber ein Punkt, den man künftig genau beobachten sollte.

Die Ertragslage ist gemischt zu lesen. Der ordentliche Nettoertrag lag bei lediglich 389.125,99 Euro, während der Großteil des Jahresergebnisses aus realisierten Veräußerungsgewinnen kam. Das heißt: Der Erfolg 2025 beruhte vor allem auf Marktgewinnen und deren Realisierung, weniger auf einem hohen laufenden Ertrag aus Zinsen oder Ausschüttungen. Das ist bei einem wachstumsorientierten, aktienlastigen Fonds nicht ungewöhnlich, zeigt aber, dass die Performance stärker vom Marktumfeld als von stabilen laufenden Erträgen getragen wurde.

Bei den Kosten wirkt der Fonds auf den ersten Blick ordentlich: Die ausgewiesene Gesamtkostenquote von 0,58 % ist nicht hoch. Anleger sollten aber bedenken, dass es sich um einen Dachfonds mit zahlreichen Zielfonds handelt. Zwar sind die anteiligen laufenden Kosten der Zielfonds laut Bericht berücksichtigt, dennoch bleibt ein Multi-Manager-/Zielfondsansatz grundsätzlich kostensensibler als ein einfacher Mischfonds mit Direktanlagen oder ein ETF-basiertes Weltportfolio. Positiv ist, dass keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmeabschläge auf die Zielfonds-Transaktionen berechnet wurden.

Ein weiterer Punkt ist die Interessenkonflikt-Thematik: 81,72 % der Wertpapiertransaktionen wurden über eng verbundene Unternehmen und Personen abgewickelt. Das ist bei einer Konzernlösung wie der Deka-Gruppe nicht ungewöhnlich, sollte aus Anlegersicht aber bewusst wahrgenommen werden. Solche Strukturen sind nicht automatisch nachteilig, verlangen aber Vertrauen in Governance, Preisqualität und interne Kontrollmechanismen.

Beim Risiko ist das Bild insgesamt kontrolliert, aber nicht defensiv. Der Fonds weist keine besonderen Liquiditäts- oder operationellen Risiken aus. Der Value-at-Risk lag durchschnittlich bei 6,99 %, maximal bei 11,77 %, was zu einem offensiven Mischfonds passt. Der Leverage war mit 100,59 % praktisch unauffällig, also kein Hinweis auf eine stark derivatelastige Hebelstrategie. Das ist positiv. Die größten Risiken bleiben klar die mittelbaren Aktienmarkt-, Zins- und Kreditrisiken der eingesetzten Zielfonds.

Im Bereich Nachhaltigkeit fällt auf: Der Fonds berücksichtigt zwar PAI-Kriterien und schließt schwerwiegende negative Nachhaltigkeitsauswirkungen weitgehend aus, erfüllt aber nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Investitionen im Sinne der Taxonomie-Verordnung. Für Anleger, die ESG grundsätzlich begrüßen, aber keinen strikt nachhaltigen Fonds suchen, ist das akzeptabel. Für streng nachhaltigkeitsorientierte Investoren dürfte das Produkt dagegen nur eingeschränkt passend sein.

Unterm Strich ist der Jahresbericht aus Anlegersicht eher positiv in Bezug auf das Anlageergebnis, aber kritisch in Bezug auf die Fondsentwicklung als Produkt. Die Performance 2025 war stark, die Allokationsentscheidung zugunsten von Aktien war richtig, und die Diversifikation ist grundsätzlich solide. Gleichzeitig ist der Fonds durch die sehr hohe Aktienquote risikoreicher geworden, und der drastische Rückgang des Volumens ist der wichtigste Schwachpunkt des Berichts.

Fazit aus Anlegersicht:
Der ZukunftsPlan II war 2025 ein erfolgreicher, offensiv ausgerichteter Dachfonds, der vom starken Aktienmarkt profitiert hat. Für chancenorientierte Anleger mit langem Zeithorizont bleibt er grundsätzlich interessant. Wer jedoch Wert auf Produktstabilität, ein höheres Fondsvolumen und ein klassisch ausgewogeneres Mischfondsprofil legt, sollte den Fonds künftig besonders unter den Punkten Mittelabflüsse, Volumenentwicklung und anhaltende Aktienquote beobachten.

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