Das Amtsgericht Köln hat im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der zeitfürbio Vertriebs- und Beteiligungsgesellschaft AS UG (haftungsbeschränkt) am 15. April 2026 um 11:05 Uhr Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 70k IN 145/26 geführt.
Sitz und Geschäftsführung
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Oskar-Jäger-Straße 50, 50825 Köln.
Als Geschäftsführerin ist Anika Schuh bestellt.
Vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt
Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde die Kölner Rechtsanwältin Linda Nowak bestellt.
Die Geschäftsführung bleibt zwar formal im Amt, ist jedoch deutlich eingeschränkt: Verfügungen über das Vermögen der Gesellschaft sind nur noch mit Zustimmung der Insolvenzverwalterin wirksam.
Sicherungsmaßnahmen des Gerichts
Zur Sicherung der Vermögensmasse wurden folgende Maßnahmen angeordnet:
- Zahlungen nur noch an die Insolvenzverwalterin: Drittschuldner dürfen nicht mehr direkt an die Gesellschaft leisten
- Einzug von Forderungen: Die Verwalterin ist berechtigt, Bankguthaben und Forderungen einzuziehen
- Zustimmungsvorbehalt: Vermögensverfügungen bedürfen der Zustimmung
Diese Maßnahmen dienen dazu, Vermögensverschiebungen zu verhindern und eine geordnete Prüfung der wirtschaftlichen Lage zu ermöglichen.
Geschäftstätigkeit
Die Gesellschaft war in mehreren Bereichen tätig, insbesondere:
- Vertriebsleistungen für ökologische und nachhaltige Food- und Non-Food-Produkte
- Beteiligungsgeschäfte
- Vermietung von Co-Working-Arbeitsplätzen
Damit bewegte sich das Unternehmen im Umfeld nachhaltiger Konsumgüter sowie moderner Arbeits- und Beteiligungsmodelle.
Verfahrensstand
Ein Insolvenzverfahren ist bislang noch nicht eröffnet. Die angeordnete vorläufige Insolvenzverwaltung stellt eine Sicherungsphase dar, in der geprüft wird:
- ob ausreichend Vermögen vorhanden ist
- ob eine Fortführung möglich ist
- ob das Verfahren eröffnet wird
Einordnung
Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung deutet auf wirtschaftliche Schwierigkeiten hin, lässt jedoch noch Spielraum für eine mögliche Sanierung oder Fortführung.
Für Geschäftspartner bedeutet dies insbesondere, dass Zahlungswege angepasst werden müssen und laufende Geschäftsbeziehungen unter erhöhter Beobachtung stehen.