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Gift im Kinderzimmer? Stiftung Warentest entdeckt Asbest in Bastelsand

StockSnap (CC0), Pixabay

Ein aktueller Test der Stiftung Warentest sorgt für erhebliche Verunsicherung bei Eltern: In sechs von 18 untersuchten Spiel-, Deko- und Bastelsanden wurde Asbest nachgewiesen – ein Stoff, der seit Jahrzehnten als gesundheitsgefährdend und krebserregend gilt.

Gefährliche Funde in mehreren Produkten

Besonders stark belastet war laut Untersuchung ein dunkelblauer Dekosand des Herstellers Heku. In diesem Produkt wurden gleich zwei Asbestarten festgestellt, darunter Tremolit und Chrysotil, teils mit einem Anteil von bis zu fünf Prozent.

Doch auch andere Anbieter sind betroffen. In weiteren Produkten von:

  • Eurosand GmbH
  • idee Creativmarkt
  • Sentosphère
  • Pei You
  • Moses

wurde ebenfalls Asbest nachgewiesen – wenn auch in geringeren Mengen.

Die betroffenen Produkte wurden nach Angaben der Stiftung inzwischen aus dem Handel genommen.

Warum Asbest so gefährlich ist

Asbest besteht aus feinen, faserartigen Mineralien, die beim Einatmen schwere Erkrankungen auslösen können – darunter Lungenkrebs und Asbestose.

Besonders problematisch:
👉 Die Fasern sind unsichtbar und können sich in der Luft verteilen
👉 Einmal eingeatmet, verbleiben sie dauerhaft im Körper

Seit 1993 ist Asbest in Deutschland daher vollständig verboten.

Risiko beim Basteln und Spielen

Die größte Gefahr entsteht laut Experten beim Umgang mit trockenem, losem Sand. Dabei können besonders viele Fasern freigesetzt werden – ein Risiko, das gerade bei Produkten für Kinder besonders kritisch ist.

Stiftung-Warentest-Experte Reiner Metzger warnt daher deutlich:
👉 Betroffene Produkte sollten sofort nicht mehr verwendet werden

Wichtig zu wissen:
👉 Normaler Sandkastensand ist nicht betroffen

So sollten betroffene Produkte entsorgt werden

Die Stiftung Warentest empfiehlt ein vorsichtiges Vorgehen:

  • Sand nicht mehr benutzen oder offen liegen lassen
  • Verpackung sicher verschließen
  • beim Umgang FFP2-Maske und Handschuhe tragen
  • Sand leicht anfeuchten, um Staubbildung zu vermeiden
  • doppelt verpackt im Sondermüll entsorgen
  • Oberflächen feucht abwischen – nicht staubsaugen

Einordnung: Ein ernstes Warnsignal für Verbraucher

Der Fund von Asbest in Kinder- und Bastelprodukten ist mehr als ein Einzelfall – er wirft Fragen zur Produktkontrolle und Lieferketten auf. Gerade bei importierten oder gefärbten Dekosanden könnten Rohstoffe verwendet worden sein, die nicht ausreichend geprüft wurden.

Fazit

Die Ergebnisse der Stiftung Warentest sind alarmierend:
👉 Produkte, die eigentlich kreativ und ungefährlich wirken, können gesundheitliche Risiken bergen

Für Eltern bedeutet das:

  • Bastelmaterialien kritisch prüfen
  • im Zweifel lieber auf geprüfte Alternativen setzen
  • Warnhinweise ernst nehmen

Sicherheit geht vor – besonders im Kinderzimmer.

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