Dark Mode Light Mode

Insolvenzen am 19.03.2026: Bau, Dienstleistungen und Konsum besonders betroffen

kalhh (CC0), Pixabay

Am 19. März 2026 wurden bundesweit zahlreiche Unternehmensinsolvenzen veröffentlicht. Die Fälle zeigen erneut eine breite Streuung über verschiedene Branchen – mit deutlichen Schwerpunkten im Baugewerbe, in der Logistik sowie im konsumnahen Dienstleistungsbereich.

Bau- und Handwerksbetriebe unter Druck

Auffällig ist die hohe Zahl an Insolvenzen im Bau- und baunahen Umfeld. Betroffen sind unter anderem die Doman Bau GmbH (67a IN 419/25) aus Hamburg, die Flooran Bauchemie GmbH (70d IN 405/25) aus Köln sowie die Metallbau Perger GmbH & Co. KG (30 IN 339/26) und die MERIMA Präzisionswerkzeugbau GmbH (30 IN 344/26) aus dem Raum Heilbronn. Auch die Berliner Milli Sa Bau GmbH (3616 IN 6648/25) reiht sich in diese Entwicklung ein.

Die anhaltend schwache Baukonjunktur und steigende Kosten wirken sich damit weiterhin deutlich auf die Branche aus.

Logistik und Dienstleistungen weiterhin belastet

Auch im Bereich Transport und Dienstleistungen setzt sich der Negativtrend fort. Insolvenzen betreffen hier etwa die ACS Rent GmbH (620 IN 2740/25) aus Mülheim an der Ruhr, die Albi Trans GmbH (101 IN 161/26) aus Karlsruhe, die DM Transporte u. Dienstleistung GmbH (67a IN 514/25) aus Hamburg sowie die Jimmy Logistik GmbH (502 IN 260/25) aus Düsseldorf.

Die Kombination aus gestiegenen Betriebskosten und schwankender Nachfrage bleibt für viele Unternehmen existenzbedrohend.

Gastronomie und konsumnahe Unternehmen betroffen

Im konsumnahen Bereich zeigen sich ebenfalls weiterhin Schwächen. So wurden Verfahren unter anderem für die Burger Restaurationsbetriebe GmbH (IN 38/26) aus Ingolstadt sowie die THE TASTY COMPANY GmbH (810 IN 238/26 T-12-) aus Frankfurt am Main bekannt gemacht. Auch Dienstleister wie die F.L.C. Seniorenbetreuung GmbH (63 IN 30/26) sind betroffen.

Immobilien- und Beteiligungsgesellschaften im Fokus

Mehrere Fälle betreffen zudem Unternehmen aus dem Immobilien- und Investmentumfeld. Dazu zählen die Matrix Vermietungs GmbH (810 IN 777/25 M-12-) aus Frankfurt am Main, die Runway Investment GmbH (500 IN 59/26) aus Düsseldorf sowie die Ruhrort Waterfront Verwaltungs GmbH (605 IN 50/24) aus Duisburg.

Diese Entwicklungen spiegeln die weiterhin angespannte Lage im Immobiliensektor wider.

Weitere betroffene Unternehmen

Neben den genannten Schwerpunkten wurden zahlreiche weitere Insolvenzen registriert, darunter die Adler Security GmbH (906 IN 158/26 – 1 -), die CoreCooling GmbH (70b IN 38/26), die Engelshand Pflegedienst GmbH (3601 IN 138/26), die Erste Bramscher HoldCo GmbH (9 IN 14/26), die Eser Tankstellen GmbH (67b IN 295/25), die Gartmeier Enterprises GmbH (70d IN 85/26), die HPS GmbH (12 IN 195/26), die HSG GmbH (97 IN 95/26), die Neohel GmbH (9 IN 224/26), die Neumann Ventures GmbH i.L. (67g IN 394/25), die sg solar germany UG (1 IN 59/26), die TRBS Media GmbH (3615 IN 1755/26) sowie die Wittower Marketing & Service GmbH (92 IN 132/26).

Fazit

Die Insolvenzen vom 19. März zeigen ein klares Bild: Die wirtschaftlichen Belastungen erfassen weiterhin viele Branchen gleichzeitig. Besonders betroffen bleiben Bau, Dienstleistungen und konsumabhängige Geschäftsmodelle. Gleichzeitig geraten auch Investitions- und Projektgesellschaften zunehmend unter Druck – ein Hinweis auf strukturelle Probleme in mehreren Bereichen der Wirtschaft.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Cyber-Schlag gegen globale Botnetzwerke: Millionen infizierte Geräte vom Netz genommen

Next Post

„Nur Ja heißt Ja“: Neue Debatte um schärferes Sexualstrafrecht für Jugendliche