Bei einer Verkehrskontrolle auf der Autobahn A3 in Niederbayern hat die Polizei eine Familie gestoppt, die ihre Kinder ungesichert im Kofferraum transportierte. Die Beamten sprechen von einer äußerst gefährlichen Situation.
Der Vorfall ereignete sich bei Ruhstorf an der Rott. Eine siebenköpfige Familie aus Bulgarien war in einem Fünfsitzer unterwegs in Richtung Niederlande. Für sieben Personen standen jedoch nur fünf Sitzplätze zur Verfügung. Zwei Kinder saßen daher zwischen Gepäckstücken im Kofferraum, während drei weitere Kinder auf der Rückbank ohne Kindersitze und ohne Sicherheitsgurte mitfuhren.
Die Polizei stoppte das Fahrzeug bei einer Kontrolle. Da nicht genügend Plätze vorhanden waren, musste ein Bekannter der Familie anreisen, um die beiden Kinder abzuholen. Gegen den Fahrer wurde ein Verfahren eingeleitet, er muss mit einer hohen Geldbuße rechnen.
Zweiter Fall bei Grenzkontrolle
Kurz darauf entdeckten Beamte in der Nähe des Grenzübergangs Kirchdorf am Inn einen weiteren ähnlichen Fall. Dort waren vier Erwachsene und sieben Kinder in einem Siebensitzer unterwegs. Auch in diesem Auto war kein einziges Kind angeschnallt.
Zusätzlich stellte die Polizei fest, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Gegen ihn wird nun ebenfalls ermittelt.
Die Kinder sowie zwei der Erwachsenen wurden vorübergehend in einem Hotel untergebracht, während der Fahrer und seine Frau im Auto warteten, bis ein weiteres Fahrzeug organisiert wurde, mit dem sie ihre Reise nach Wien fortsetzen wollten.