Der Krieg im Nahen Osten und die steigenden Energiepreise setzen der deutschen Industrie zunehmend zu. Besonders betroffen ist der Düngemittelhersteller SKW Piesteritz aus Sachsen-Anhalt, der bereits in den vergangenen Jahren stark unter den hohen Kosten für Gas und Strom gelitten hat.
Nach Angaben des Unternehmens könnte eine weitere Preissteigerung bei Energie existenzbedrohend werden. Vertreter des Betriebs warnen, dass bei weiter steigenden Kosten „das Licht ausgehen“ könnte – also eine Produktionseinstellung drohe.
Energie ist entscheidend für die Produktion
Für die Herstellung von Düngemitteln und chemischen Produkten wird sehr viel Energie benötigt, vor allem Erdgas. Steigen die Energiepreise stark an, verteuert sich die Produktion erheblich. Viele Unternehmen können diese Mehrkosten nur schwer ausgleichen.
Der Betrieb in Piesteritz gehört zu den größten Düngemittelproduzenten Deutschlands und ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
Industrie befürchtet neue Belastungen
Schon in den vergangenen Jahren hatten Krisen und geopolitische Konflikte zu hohen Energiepreisen geführt. Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten könnte die Situation erneut verschärfen, da steigende Rohstoff- und Energiepreise auch die Industrie treffen.
Unternehmen und Wirtschaftsverbände fordern daher von der Politik Maßnahmen zur Entlastung energieintensiver Betriebe, um Produktionsausfälle und mögliche Standortschließungen zu verhindern.
Bedeutung für Landwirtschaft und Wirtschaft
Sollte ein großer Düngemittelhersteller seine Produktion reduzieren oder einstellen müssen, hätte das auch Folgen für die Landwirtschaft, die auf eine stabile Versorgung mit Dünger angewiesen ist.
Die Situation zeigt, wie stark internationale Krisen und Energiepreise inzwischen die deutsche Wirtschaft beeinflussen.