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Experte: Größter Spritpreis-Anstieg nach Iran-Krieg wohl überstanden

planet_fox (CC0), Pixabay

Nach dem starken Anstieg der Kraftstoffpreise infolge des Iran-Krieges könnte der größte Preisschub an den Tankstellen inzwischen vorbei sein. Das erwartet der Wirtschaftswissenschaftler Jan Schnellenbach.

Seit Beginn des Konflikts sind die Preise für Kraftstoff deutlich gestiegen. Diesel kostet derzeit rund 2,14 Euro pro Liter, etwa 40 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. Super E10 liegt bei etwa 2,03 Euro pro Liter und damit rund 26 Cent höher als zuvor.

Nach Einschätzung des Ökonomen könnten zwar noch kleinere weitere Preisanstiege folgen, doch der stärkste Preissprung sei bereits erfolgt. Grund dafür sei, dass die Märkte die Risiken inzwischen berücksichtigt hätten. Vor allem die mögliche längere Blockade der Straße von Hormus sei mittlerweile in den Ölpreisen eingepreist.

Wichtige Handelsroute für Öl

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt. Durch die Meerenge zwischen Iran und Oman wird etwa ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt. Seit Beginn des Krieges gilt die Passage als unsicher, nachdem iranische Kräfte den Schiffsverkehr stark eingeschränkt haben.

Hoffnung auf Entspannung

Sollte es gelingen, die wichtige Schifffahrtsroute wieder zu sichern, könnten die Preise laut Experten relativ schnell sinken. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, gemeinsam mit anderen Staaten den Schiffsverkehr in der Region militärisch zu schützen.

Welche Länder sich an einer solchen Mission beteiligen würden und wann sie umgesetzt wird, ist jedoch noch unklar. Experten gehen davon aus, dass sich die Spritpreise erst dann deutlich entspannen könnten, wenn der Transport von Öl durch die Straße von Hormus wieder störungsfrei möglich ist.

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