Verbraucherschützer schlagen Alarm: Kriminelle setzen derzeit verstärkt auf eine neue Betrugsmasche, bei der sie Verbraucher über Post, Telefon und Internet gleichzeitig unter Druck setzen. Besonders verbreitet sind aktuell Schreiben, in denen Empfänger angeblich Mitglied in einer Lotterie- oder Spielgemeinschaft geworden sein sollen – obwohl sie sich nach eigener Aussage niemals angemeldet haben.
Die Briefe wirken häufig offiziell und enthalten detaillierte Angaben zu angeblichen Vertragsnummern, Mitgliedsbeiträgen oder Gewinnspielen. In vielen Fällen wird behauptet, die Betroffenen hätten einen Vertrag abgeschlossen, der nun monatliche Gebühren auslöse. Teilweise wird sogar mit Inkasso-Maßnahmen oder rechtlichen Konsequenzen gedroht, wenn die angeblichen Beiträge nicht bezahlt werden.
Fake-Mitgliedschaften sollen Zahlungen erzwingen
Nach Angaben von Verbraucherschützern erhalten derzeit zahlreiche Haushalte solche Schreiben. In den Briefen wird meist behauptet, der Empfänger habe sich bei einer Lotterie- oder Gewinnspielgemeinschaft registriert und müsse nun regelmäßig Beiträge zahlen. Die Betroffenen bestreiten jedoch in fast allen Fällen, jemals einen solchen Vertrag abgeschlossen zu haben.
Das Ziel der Betrüger ist klar: Sie wollen die Empfänger verunsichern und möglichst schnell zur Zahlung bewegen. Besonders ältere Menschen reagieren auf solche Schreiben häufig besorgt, weil sie befürchten, tatsächlich eine vertragliche Verpflichtung eingegangen zu sein.
In manchen Fällen wird der Druck zusätzlich erhöht, indem in den Schreiben Fristen gesetzt oder Mahngebühren angekündigt werden. Die Täter hoffen, dass Betroffene lieber schnell zahlen, statt sich mit der angeblichen Forderung auseinanderzusetzen.
Täter kombinieren mehrere Betrugsmethoden
Auffällig ist, dass Kriminelle zunehmend mehrere Kommunikationswege miteinander kombinieren. Oft bleibt es nicht bei einem Brief. Kurz darauf folgen beispielsweise:
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Anrufe angeblicher Kundenbetreuer
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E-Mails mit Zahlungsaufforderungen
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weitere Mahnschreiben.
Diese Kombination soll den Eindruck erwecken, es handle sich um ein seriöses Unternehmen mit echter Vertragsbeziehung. Tatsächlich steckt jedoch häufig ein betrügerisches Geschäftsmodell dahinter.
Was Betroffene tun sollten
Verbraucherschützer raten dazu, bei solchen Forderungen ruhig zu bleiben und nichts zu überstürzen. Grundsätzlich gilt: Wer keinen Vertrag abgeschlossen hat, muss auch nichts bezahlen.
Empfohlen wird deshalb:
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keine Zahlungen leisten
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keine persönlichen Daten herausgeben
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die Forderung schriftlich zurückweisen
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im Zweifel Rat bei einer Verbraucherzentrale einholen.
Außerdem sollten Betroffene entsprechende Schreiben aufbewahren. Sie können später als Beweis dienen, falls es zu weiteren Forderungen oder Inkassoversuchen kommt.
Alte Betrugsmasche erlebt neue Welle
Experten sehen in den aktuellen Fällen eine Neuauflage einer bekannten Betrugsstrategie, die durch moderne Kommunikationsmittel noch effektiver geworden ist. Während früher hauptsächlich Briefe verschickt wurden, nutzen Täter heute zusätzlich Telefon und Internet, um ihre Forderungen glaubwürdiger erscheinen zu lassen.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Verbraucher weiterhin wachsam bleiben müssen. Denn Betrüger passen ihre Methoden ständig an – und greifen dabei auch auf scheinbar altmodische Wege wie den Briefkasten zurück, um ihre Opfer zu erreichen.