Ein nächtlicher Angriff im Ausgehviertel von Austin im US-Bundesstaat Texas hat drei Menschen das Leben gekostet und mindestens 14 weitere verletzt. Zwei Gäste eines beliebten Biergartens starben noch am Tatort, der mutmaßliche Schütze wurde wenig später von der Polizei erschossen. Weil Ermittler Hinweise auf ein mögliches terroristisches Motiv fanden, ist nun auch das FBI in die Untersuchungen eingebunden.
Die Tat ereignete sich gegen 1.58 Uhr an der Kreuzung Rio Grande und Sixth Street vor „Buford’s Backyard Beer Garden“. Nach Angaben von Austins Polizeichefin Lisa Davis fuhr ein großer SUV mehrfach um den Block, bevor der Fahrer sein Warnblinklicht einschaltete, das Fenster herunterließ und aus dem Fahrzeug heraus mit einer Pistole auf Gäste der Bar schoss. Die Schüsse trafen Menschen, die sich auf der Terrasse und vor dem Lokal aufhielten.
Schüsse während der Flucht
Anschließend setzte der Täter seine Fahrt auf der Sixth Street fort, bog in die Wood Street ein, parkte dort sein Fahrzeug und stieg aus. Zu diesem Zeitpunkt soll er erneut das Feuer eröffnet und auf Passanten geschossen haben. Danach bewegte er sich zu Fuß weiter in Richtung Sixth Street.
Dort traf er auf Polizeibeamte. Nach Angaben der Behörden näherten sich die Einsatzkräfte dem bewaffneten Mann, es kam zur Konfrontation – der Schütze wurde an einer Kreuzung von Polizisten erschossen. Er starb noch vor Ort.
Währenddessen begann am Biergarten ein Großeinsatz von Rettungskräften. Für zwei Opfer kam jede Hilfe zu spät. 14 weitere Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, drei von ihnen befinden sich in kritischem Zustand.
Hinweise auf mögliches Terror-Motiv
Das FBI entsandte Spezialisten zur Spurensicherung. Nach ersten Erkenntnissen fanden Ermittler im SUV des Täters Materialien oder Hinweise, die auf einen möglichen Zusammenhang mit Terrorismus hindeuten könnten. Konkrete Details nannten die Behörden nicht. Ein endgültiges Motiv stehe noch nicht fest, betonten sowohl die örtliche Polizei als auch Vertreter des FBI.
Weder die Identität des mutmaßlichen Täters noch die der Opfer wurden bislang veröffentlicht. Auch zu einer möglichen ideologischen Ausrichtung des Schützen machten die Ermittler keine Angaben.
Die Tat erschüttert Austin, eine Stadt, die für ihr lebendiges Nachtleben bekannt ist. Während die Verletzten um ihr Leben kämpfen und Angehörige um die Toten trauern, versuchen Ermittler nun zu klären, ob es sich um einen gezielten Terrorakt oder um eine andere Form schwerer Gewalttat handelt.