Die SWS Windpark Dinkelsbühl GmbH & Co. KG blickt im Geschäftsjahr 2024 auf ein insgesamt stabiles, wenn auch durch witterungsbedingte Einflüsse gedämpftes Jahr zurück. Der jetzt vorgelegte Jahresabschluss und Lagebericht zeigen: Trotz geringerer Stromerzeugung bleibt der Windpark wirtschaftlich tragfähig, finanziell gut ausgestattet und strategisch solide aufgestellt.
Unter Plan produziert – aber profitabel geblieben
Im Mittelpunkt des Geschäftsjahres stand ein unterdurchschnittliches Windaufkommen. Die vier Windenergieanlagen vom Typ Vestas V 126/3,3 speisten insgesamt rund 27,9 Mio. kWh ins Netz ein. Damit blieb die Produktion spürbar unter dem langfristig prognostizierten Wert von etwa 29,3 Mio. kWh.
Diese Abweichung schlug sich unmittelbar in den Umsatzerlösen nieder:
Mit 2,53 Mio. Euro lagen sie unter dem Vorjahreswert (3,22 Mio. Euro) und leicht unter dem Planansatz. Dennoch gelang es der Gesellschaft, einen Jahresüberschuss von 309.000 Euro zu erwirtschaften. Das Ergebnis liegt zwar deutlich unter dem außergewöhnlich starken Vorjahr, erfüllt aber die Erwartungen eines witterungsbedingt schwächeren Jahres.
Aus Sicht der Geschäftsführung ist besonders hervorzuheben, dass die technische Verfügbarkeit von 97,9 % ein sehr gutes Niveau erreichte. Das bestätigt die Leistungsfähigkeit der Anlagen und die Wirksamkeit der bestehenden Wartungs- und Serviceverträge.
Bilanz: Entschuldung und stabile Eigenkapitalbasis
Die Bilanz zum 31. Dezember 2024 zeigt eine deutlich reduzierte Bilanzsumme von 15,37 Mio. Euro (Vorjahr: 16,9 Mio. Euro). Diese Entwicklung ist vor allem auf die vollständige Ablösung der Bankfinanzierung zurückzuführen.
Auffällig ist die Verschiebung der Finanzierungsstruktur:
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Bankverbindlichkeiten wurden vollständig zurückgeführt.
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Stattdessen wurde ein Gesellschafterdarlehen über rund 8,8 Mio. Euro aufgenommen, verzinst mit 3-Monats-Euribor plus 1 Prozentpunkt.
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Die Tilgung dieses Darlehens ist derzeit gestundet, was der Gesellschaft zusätzliche Liquiditätsspielräume verschafft.
Die Eigenkapitalquote stieg auf rund 37 % und signalisiert eine weiterhin solide Kapitalbasis. Für eine Windparkgesellschaft in der Betriebsphase ist dies ein komfortabler Wert.
Cashflow bleibt robust, Liquidität gesichert
Der operative Cashflow verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr, lag aber mit 1,12 Mio. Euro weiterhin auf einem guten Niveau. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf rund 1,1 Mio. Euro. Zusätzlich bestehen ausschüttungsgesperrte Mittel auf dem Schuldendienstreservekonto.
Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des Jahres in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen – ein wichtiges Signal für Gesellschafter und Kreditgeber.
Risiken klar benannt – aber gut abgesichert
Wie bei nahezu allen Windparkprojekten bleibt das Windaufkommen der zentrale Unsicherheitsfaktor. Abweichungen von der Planung wirken sich direkt auf Umsatz und Ergebnis aus, da die Kostenstruktur überwiegend fix ist.
Demgegenüber stehen jedoch mehrere stabilisierende Faktoren:
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Langfristig gesicherte Vergütungsbedingungen nach EEG
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Wartungsvertrag mit Verfügbarkeitsgarantie bis 2030
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Maschinen- und Betriebsunterbrechungsversicherung
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Rückstellungen für den späteren Rückbau der Anlagen
Bestandsgefährdende Risiken sieht die Geschäftsführung aktuell nicht.
Ausblick: Rückkehr zum Durchschnittsjahr erwartet
Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Gesellschaft wieder mit einer Produktion auf Höhe des langjährigen Mittels von rund 29,3 Mio. kWh. Auf dieser Basis werden Umsatzerlöse von rund 2,57 Mio. Euro und ein Jahresüberschuss von etwa 318.000 Euro erwartet.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten und volatiler Energiemärkte zeigt sich die Geschäftsführung zuversichtlich, diese Ziele zu erreichen.
Einordnung aus Anlegersicht
Der Jahresabschluss 2024 der SWS Windpark Dinkelsbühl GmbH & Co. KG vermittelt ein klares Bild:
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kein Ausnahmejahr, aber ein belastbarer Normalbetrieb
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keine strukturellen Schwächen, sondern wetterbedingte Effekte
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finanzielle Stabilität durch Eigenkapitalstärke und Gesellschafterfinanzierung
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kalkulierbare Risiken bei zugleich attraktiver Planbarkeit
Für einen kommunal geprägten Windpark in der Betriebsphase bestätigt das Zahlenwerk: Auch in schwächeren Windjahren bleibt das Projekt wirtschaftlich tragfähig – ein zentrales Qualitätsmerkmal langfristiger Erneuerbare-Energien-Investitionen.