Der Jahresabschluss 2024 der CHORUS CleanTech GmbH & Co. Windpark Hellberge KG zeigt ein Jahr mit spürbar rückläufigem Ergebnis, aber weiterhin stabiler wirtschaftlicher Struktur. Der Windpark schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von rund 65.000 Euro ab – deutlich weniger als im Vorjahr, in dem noch knapp 193.000 Euro erwirtschaftet wurden.
Ergebnisentwicklung: Überschuss schrumpft deutlich
Der Rückgang des Jahresüberschusses um rund zwei Drittel ist das prägende Merkmal des Geschäftsjahres 2024. Konkrete Ursachen werden im Abschluss nicht einzeln benannt, typisch für diese Entwicklung sind jedoch:
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geringere Stromerträge infolge schwächerer Windjahre
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sinkende Erlöse bei gleichzeitig weitgehend fixen Kosten
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steigende Abschreibungs- und Finanzierungseffekte
Trotz des Rückgangs bleibt der Windpark profitabel. Positiv ist, dass weiterhin ein Überschuss erzielt wurde und kein Rückgriff auf Eigenkapital erforderlich war.
Bilanz: Leichter Rückbau, Schulden sinken
Die Bilanzsumme verringerte sich auf rund 5,47 Mio. Euro (Vorjahr: 5,93 Mio. Euro). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen sowie die Reduzierung von Kreditverbindlichkeiten zurückzuführen.
Das Eigenkapital blieb unverändert bei 3,19 Mio. Euro. Damit liegt die Eigenkapitalquote rechnerisch bei rund 58 % – ein sehr solider Wert für eine Windparkgesellschaft und ein klarer Stabilitätsanker.
Besonders positiv:
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Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von 2,16 Mio. Euro auf 1,71 Mio. Euro.
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Insgesamt reduzierten sich die Schulden um fast 470.000 Euro.
Diese Entwicklung stärkt die finanzielle Unabhängigkeit des Projekts.
Finanzlage: Liquidität leicht verbessert
Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 443.000 Euro und lagen damit sogar leicht über dem Vorjahreswert. Das unterstreicht, dass der laufende Betrieb trotz geringerer Erträge aus dem Cashflow getragen werden konnte.
Alle Forderungen haben kurze Restlaufzeiten, langfristige Liquiditätsengpässe sind aus dem Zahlenwerk derzeit nicht ersichtlich.
Struktur des Windparks: Typisches Bestandsprojekt
Der Windpark Hellberge ist ein klassisches Bestandsprojekt:
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Anlagevermögen fast ausschließlich Windenergieanlagen
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laufende lineare Abschreibungen
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sinkende Restbuchwerte bei stabiler technischer Nutzung
Langfristige Verbindlichkeiten über fünf Jahre hinaus bestehen nicht mehr. Das deutet darauf hin, dass sich das Projekt zunehmend in einer fortgeschrittenen Rückzahlungsphase befindet.
Konzernanbindung als Stabilitätsfaktor
Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der Encavis AG und wird vollständig in deren IFRS-Konzernabschluss einbezogen. Diese Konzernanbindung wirkt stabilisierend – insbesondere bei Finanzierung, Risikomanagement und operativer Steuerung.
Einordnung aus Anlegersicht
Der Jahresabschluss 2024 vermittelt ein zweigeteiltes Bild:
Positiv
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weiterhin positives Jahresergebnis
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hohe Eigenkapitalquote
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sinkende Verschuldung
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stabile Liquiditätslage
Einschränkend
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deutlicher Gewinnrückgang
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zunehmende Abhängigkeit vom Windaufkommen
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begrenzte Ergebnisdynamik bei Bestandsanlagen
Der Windpark Hellberge ist damit wirtschaftlich solide, aber ertragsseitig unter Druck. Für Investoren steht weniger Wachstum im Vordergrund, sondern die verlässliche, risikoarme Fortführung eines etablierten Projekts.