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Klares Profil statt Berliner Dauerstreit: Warum der AfD-Zuspruch wächst

flotty (CC0), Pixabay

Der scheidende Regierungschef von Sachsen-Anhalt sieht die Gründe für den anhaltenden Höhenflug der Alternative für Deutschland weniger in der Landespolitik als vielmehr auf der Bundesebene. Nach seiner Amtsübergabe sprach er von einem geordneten Generationenwechsel, der für Stabilität und eine handlungsfähige politische Mitte stehe. Genau diese Klarheit fehle jedoch vielerorts im politischen Wettbewerb – mit spürbaren Folgen an den Wahlurnen.

Nach seiner Einschätzung verunsichern vor allem Konflikte und Unklarheiten aus Berlin viele Wählerinnen und Wähler. Bundespolitische Auseinandersetzungen würden häufig auf Landesebene projiziert, obwohl dort ganz andere Themen und Zuständigkeiten im Vordergrund stünden. Diese Vermischung spiele populistischen Kräften in die Hände, weil sie einfache Antworten auf komplexe Fragen versprächen.

Um dem entgegenzuwirken, sei im Wahlkampf eine saubere Trennung von Bundes- und Landesthemen entscheidend. Wer Verantwortung trage, müsse deutlich machen, wofür er konkret vor Ort stehe – etwa bei Bildung, Infrastruktur oder innerer Sicherheit. Nur so ließen sich Vertrauen zurückgewinnen und Protestwahlen verhindern.

Der politische Übergang in Sachsen-Anhalt sei deshalb bewusst ruhig und geschlossen gestaltet worden. Er solle zeigen, dass demokratische Parteien in der Lage sind, Stabilität zu sichern und Lösungen anzubieten. Ein solches klares Angebot brauche es auch im Wahlkampf, um Wählerinnen und Wähler zu überzeugen und dem Erstarken der AfD wirksam zu begegnen.

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