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Jimmy Kimmel bietet Donald Trump seine Preise an – Satirischer Protest gegen ICE-Einsatz in Minneapolis
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Jimmy Kimmel bietet Donald Trump seine Preise an – Satirischer Protest gegen ICE-Einsatz in Minneapolis

Der US-amerikanische Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel sorgt erneut für politische Schlagzeilen. In einer Ausgabe seiner Sendung „Jimmy Kimmel Live!“ kritisierte der 58-Jährige scharf den Umgang von Präsident Donald Trump mit den anhaltenden Protesten in Minneapolis. Auslöser der Unruhen waren zwei tödliche Schusswaffeneinsätze durch Bundesbeamte, darunter der Tod einer 37-jährigen Frau bei einer Auseinandersetzung mit der Einwanderungsbehörde ICE.

Während sich die Lage in der Stadt weiter zuspitzte, drohte Trump öffentlich damit, den sogenannten Insurrection Act zu aktivieren. Dieses Gesetz würde ihm erlauben, das US-Militär im Inland einzusetzen. Für Kimmel ist das ein weiteres Beispiel dafür, dass der Präsident eher eskaliere als beruhige. In seinem Monolog sagte er sinngemäß, ein „normaler Präsident“ würde versuchen, die Situation zu entschärfen – Trump hingegen erhöhe stets die Temperatur, „bei allem außer bei seiner Ehe“.

Besonders viel Aufmerksamkeit erregte Kimmels satirisches Angebot an den Präsidenten: Um den Abzug der ICE-Truppen aus Minneapolis zu erreichen, bot der Moderator Trump mehrere seiner eigenen Auszeichnungen an. Darunter befanden sich ein Daytime Emmy aus dem Jahr 1999, ein Preis der Writers Guild of America, ein Webby Award sowie ein augenzwinkernd präsentierter Soul Train Award. Kimmel begründete die Aktion damit, dass Trump eine besondere Vorliebe für Auszeichnungen habe und sich möglicherweise nur auf diesem Weg umstimmen lasse.

„Wenn es einen Weg gibt, ihn zu irgendetwas zu bewegen, dann über Trophäen“, erklärte Kimmel. Er versprach sogar, die Preise persönlich ins Oval Office zu bringen, sollte Trump im Gegenzug die Menschen in Minneapolis „in Ruhe lassen“. Die Aktion zielte darauf ab, auf das aufmerksam zu machen, was Kimmel als unnötige Brutalität im Rahmen der verschärften Einwanderungspolitik bezeichnete.

Das Weiße Haus reagierte prompt. Kommunikationsdirektor Steven Cheung verspottete Kimmel in einem Beitrag auf X und erklärte, der Moderator solle seine Preise lieber behalten, falls er sie eines Tages verpfänden müsse. Die Reaktion zeigt, wie angespannt das Verhältnis zwischen Trump und seinen prominenten Kritikern weiterhin ist.

Kimmels jüngste Attacke reiht sich in eine Serie von Kommentaren ein, mit denen er Trumps Vorgehen in Minneapolis verurteilt. Bereits Tage zuvor hatte er die Demonstranten als „patriotische Amerikaner“ gelobt und die Regierung dafür kritisiert, Protestierende pauschal als gefährlich darzustellen. Mit Humor und Satire versucht der Talkshow-Host, politischen Druck aufzubauen – und beweist einmal mehr, dass Late-Night-TV in den USA längst mehr ist als bloße Unterhaltung.

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