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Schnee-Chaos im Norden: Sturmtief „Elli“ bringt Verkehrschaos, Unfälle – und lebensgefährliche Aktionen
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Schnee-Chaos im Norden: Sturmtief „Elli“ bringt Verkehrschaos, Unfälle – und lebensgefährliche Aktionen

Natalia_Kollegova (CC0), Pixabay

Tief „Elli“ hat den Norden Deutschlands fest im Griff. Der starke Schneefall legt den Verkehr lahm – in Hannover wurde der gesamte Fernverkehr der Deutschen Bahn auf unbestimmte Zeit eingestellt. Auch im Straßenverkehr herrscht Chaos: In Osthessen stehen Lkw quer auf den Autobahnen, die Polizei fordert Fahrer auf, Rastplätze anzusteuern.

Lebensgefährlicher Leichtsinn: Teenager werfen Eisblöcke auf A27

Ein besonders dramatischer Vorfall ereignete sich bei Bremerhaven: Drei Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren warfen Eisblöcke von einer Autobahnbrücke auf die A27. Mehrere Fahrzeuge wurden getroffen – wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Die Polizei konnte die Tatverdächtigen in der Nähe festnehmen.

Zwei Tote bei Frontalcrash in Bayern

Das Winterwetter forderte auch Todesopfer: In Niederbayern kam es zu einem tödlichen Frontalzusammenstoß. Ein Auto geriet bei Reisbach auf schneeglatter Straße ins Schleudern und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Zwei Menschen starben, eine weitere Person wurde schwer verletzt.

Zughotel für Gestrandete – S-Bahnen teilweise wieder in Betrieb

In Magdeburg hat die Bahn einen Intercity-Zug zum Aufenthaltszug umfunktioniert, damit gestrandete Reisende Schutz vor der Kälte finden. In Hannover wurde zumindest ein Teilbetrieb der S-Bahnlinie S5 wieder aufgenommen. Andere Linien bleiben weiter gesperrt.

Fährverkehr zu Nordseeinseln stark eingeschränkt

Auch der Fährverkehr leidet unter dem Unwetter: Die Reederei Norden-Frisia kündigte an, dass auch am Samstagmorgen mehrere Fährverbindungen von und nach Norderney ausfallen. Zwar sollen die Fahrten im Tagesverlauf wieder aufgenommen werden, doch die Wetterlage bleibt angespannt – auch für Juist, Wangerooge und Langeoog.

Unfälle in Sachsen und dramatischer Sturz an Ostseeküste

In und um Dresden verzeichnete die Polizei allein zwischen 8 und 13 Uhr 41 Unfälle – glücklicherweise ohne Verletzte, aber mit hohen Sachschäden. In Schleswig-Holstein stürzte ein Mann 20 Meter tief eine Steilküste hinab. Er konnte selbst den Notruf wählen und wurde später per Hubschrauber geborgen.

Zwischen kurios und kreativ: Schneemobil und Schneemann-Parade

Trotz des Wetterchaos gibt es auch humorvolle Momente: In Niedersachsen entdeckte ein Spaziergänger ein Auto mit Schneemann am Steuer. Und an der Hamburger Alster reihten Passanten eine Mini-Parade kunstvoll gebauter Schneemänner auf – ausgerüstet mit Blaubeeraugen und Babysockenmützen.

Wetter bleibt gefährlich

Auch an der Küste bleibt die Lage angespannt. In Mecklenburg-Vorpommern warnt Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor hohen Wasserständen und gefährlichem Seegang in Kombination mit Vereisung. Das könne Küstenbauwerke stark beschädigen.

Hinweis der Redaktion: Aufgrund der Wetterlage wird empfohlen, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten und aktuelle Verkehrsmeldungen zu verfolgen.

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