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Eis-Alarm an der Elbe: Hamburg legt wegen Sturmtief „Elli“ komplett den Schulbetrieb lahm

cocoparisienne (CC0), Pixabay

Hamburg steckt im eisigen Ausnahmezustand. Noch bevor Sturmtief „Elli“ mit voller Wucht auf Norddeutschland trifft, versinkt die Hansestadt im Schneechaos. Glatte Straßen, starker Schneefall und eisiger Wind legen den Verkehr lahm – mit drastischen Folgen: Alle Schulen bleiben geschlossen, zentrale Verkehrsadern sind gesperrt, Busse und Bahnen fahren nur noch eingeschränkt.

Bereits am Donnerstagvormittag zog die Stadt die Reißleine. Wegen der erwarteten massiven Schneefälle und gefährlichen Schneeverwehungen bleiben am Freitag sämtliche Hamburger Schulen dicht. Für Kinder der Klassen 1 bis 6 wird eine Ganztagsnotbetreuung eingerichtet, ältere Schülerinnen und Schüler sollen im Distanzunterricht lernen. Prüfungen wurden vorsorglich abgesagt. Insgesamt betrifft die Maßnahme rund 273.000 Schülerinnen und Schüler in der Stadt.

Verkehrschaos und gesperrte Lebensadern

Parallel dazu kommt der Verkehr in Hamburg zunehmend zum Erliegen. Die Köhlbrandbrücke, eine der wichtigsten Verkehrsachsen für den Hafen und täglich von rund 30.000 Fahrzeugen genutzt, wurde aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Besonders der Lkw-Verkehr zum Containerhafen ist betroffen. Die Polizei appelliert eindringlich an Autofahrer, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Auch der öffentliche Nahverkehr ist massiv eingeschränkt. Auf nahezu allen S-Bahn-Linien kommt es zu Verspätungen, verkürzten Fahrten und Ausfällen. Mehrere Buslinien wurden ganz eingestellt, andere fahren bestimmte Haltestellen nicht mehr an. Pendler brauchen starke Nerven – oder bleiben besser gleich zu Hause.

Gefahr durch Schnee, Eis und Sturm

Meteorologen warnen vor einer hochgefährlichen Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst hat für Hamburg, Nordniedersachsen und Teile Schleswig-Holsteins eine Unwetterwarnung ausgegeben. Ab Freitagmorgen drohen starke Schneeverwehungen durch kräftigen Wind, örtlich werden bis zu 15 Zentimeter Neuschnee erwartet. Die Kombination aus Sturm, Eisregen und Dauerfrost macht Straßen und Wege zur Rutschfalle.

Die Folgen sind bereits jetzt spürbar: In mehreren Bundesländern kam es zu schweren Unfällen auf glatten Straßen, vereinzelt wurden auch Todesopfer gemeldet. Autobahnen mussten gesperrt werden, Fahrzeuge rutschten von der Fahrbahn oder überschlagen sich. Selbst Spaziergänge und Radfahrten werden zur Gefahr.

Winterchaos auch außerhalb Hamburgs

Nicht nur die Hansestadt ist betroffen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein fällt in zahlreichen Landkreisen der Unterricht aus, vielerorts wird auf Distanzunterricht umgestellt. Busunternehmen dürfen den Betrieb einstellen, wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Auch in anderen Teilen Deutschlands sorgt Eisglätte für Verletzte und Verkehrsbehinderungen.

Die Behörden raten eindringlich dazu, nicht notwendige Wege zu vermeiden. Wer kann, soll im Homeoffice bleiben und auf Fahrten verzichten. Denn eines ist klar: Mit Sturmtief „Elli“ hat der Winter erst richtig aufgedreht – und die Lage könnte sich in den kommenden Stunden weiter zuspitzen.

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