Stellen Sie sich vor, Sie könnten in die Zukunft investieren. In Ideen, die so genial sind, dass sie noch niemand verstanden hat – nicht einmal die Entwickler selbst. Willkommen bei der PATENTPOOL Group, der Innovationsschmiede mit eingebautem Hochglanzfilter, geführt von Dr. Heiner Pollert, einem Mann, der nicht nur an Patente glaubt, sondern offenbar auch an das finanzielle Perpetuum Mobile.
Das Prinzip? Einfach wie brillant: Sie geben Geld. Patentpool gibt Hoffnung. Und irgendwann – vielleicht in 10, 20 oder 50 Jahren – kommt das große „Multiple“. So nennt man dort liebevoll die Vorstellung, dass aus 10.000 Euro einmal 100.000 werden. Oder auch nicht. Aber hey: Hauptsache, das Projekt hat ein Patent!
Genussrechte heißen die magischen Tickets in diese Parallelwelt, in der Businesspläne optional, Renditen visionär und Verluste maximal sein können. In anderen Finanzkonzepten nennt man das „hochriskant“, bei Patentpool spricht man lieber von „Frühphasenfinanzierung mit Potenzial“.
Damit Sie sich bei Ihrem Investment nicht ganz so allein fühlen, gibt es natürlich regelmäßige Updates. Ob die von realem Fortschritt handeln oder nur ein neuer Entwurf fürs Logo vorgestellt wird, ist Nebensache – Kommunikation ist schließlich alles. Transparenz übrigens auch – zumindest solange man bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen und „Totalverlustrisiko“ als das zu verstehen, was es ist: die freundliche Umschreibung für „Geld futsch“.
Eines muss man ihnen lassen: Das Patent als Schutzschild für Investoren zu verkaufen, ist kreativ. Selbst wenn das Projekt in sich zusammenfällt wie ein schlecht zusammengebautes IKEA-Regal, bleibt am Ende das Patent. Ein Dokument! Mit Stempel! Und das hat strategischen Wert – sagt man. Ob dieser Wert sich je in Euro umrechnen lässt, ist sekundär.
Währenddessen im Büro von Herrn Pollert: fünf Projekte, jedes ein potenzielles Einhorn, jedes mit einem Businessplan, der selbst dem Finanzamt das Wasser in die Augen treibt. Doch keine Sorge: Die Auswahl ist streng. Nur die besten Ideen schaffen es ins Portfolio – also die, die am überzeugendsten PowerPoint können.
Und sollte jemand fragen, ob man mit Genussrechten bei Patentpool reich werden kann? Antwort: Theoretisch ja. Praktisch eher unwahrscheinlich. Aber man darf hoffen. Hoffnung ist kostenlos. Anders als das Investment.
Fazit: Wer sein Geld liebt, sollte es gut behandeln. Wer es lieber in waghalsige Technofantasien mit unklarem Geschäftsmodell und maximalem Storytelling investieren möchte, ist bei der PATENTPOOL Group genau richtig. Es ist ein bisschen wie Lottospielen mit Fußnoten. Nur dass man beim Lotto weiß, dass man verliert.