Dark Mode Light Mode

Gedenken am Stephanustag: Katholiken beten für verfolgte Christen weltweit

doungtepro (CC0), Pixabay

Am Zweiten Weihnachtsfeiertag haben Katholiken in Deutschland in besonderer Weise an verfolgte Christen in aller Welt erinnert. In zahlreichen Gottesdiensten stand vor allem das Schicksal der Christinnen und Christen in Nigeria im Mittelpunkt, die immer wieder Opfer extremistischer Gewalt werden.

Der 26. Dezember ist in der katholischen Kirche dem heiligen Stephanus gewidmet. Er gilt als erster Märtyrer des Christentums und steht symbolisch für Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt oder getötet werden. Vor diesem Hintergrund nahmen viele Gemeinden das weltweite Leid verfolgter Christen in ihre Fürbitten auf.

Besonders dramatisch ist die Lage in Nigeria. Dort werden christliche Gemeinden seit Jahren von islamistischen Terrorgruppen attackiert. Kirchen, Dörfer und Gottesdienste sind immer wieder Ziel von Anschlägen. Gleichzeitig betonen kirchliche Vertreter, dass die Gewalt nicht nur Christen trifft: Auch gemäßigte Muslime gehören zu den Opfern des Terrors.

So wurden erst an Heiligabend im Nordosten Nigerias bei einem Anschlag auf eine Moschee fünf Menschen getötet, weitere 35 Personen erlitten Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Erzbischof von Abuja hatte bereits zuvor eindringlich vor der Eskalation der Gewalt gewarnt und die Situation im Land als „brutal und furchtbar“ bezeichnet.

Mit dem Gedenken am Stephanustag wollten die katholischen Gemeinden ein Zeichen der Solidarität setzen – und daran erinnern, dass für viele Menschen weltweit Glaubensfreiheit noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Historischer Edelmetall-Boom: Silber sprengt die 75-Dollar-Marke – Gold und Silber im stärksten Anstieg seit Jahrzehnten

Next Post

Justiz am Limit: Wie Personalmangel Kriminellen in die Hände spielt