Ein tödlicher Gewaltausbruch hat die niederbayerische Gemeinde Wallersdorf erschüttert. In der Nacht auf Sonntag ist eine 39-jährige Frau in ihrem eigenen Zuhause durch Messerstiche ums Leben gekommen. Tatverdächtig ist ihr Ehemann. Besonders erschütternd: Während sich das Drama abspielte, befanden sich auch die gemeinsamen Kinder im Haus.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler eskalierte kurz nach Mitternacht ein Streit zwischen den Eheleuten. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 44-jährige Mann zu einem Messer gegriffen und mehrfach auf seine Ehefrau eingestochen haben. Die Frau erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass sie noch am Tatort starb. Jede Hilfe kam zu spät.
Wie die Polizei mitteilte, wurde sie wenig später zu dem Wohnhaus in der rund 7000 Einwohner zählenden Gemeinde gerufen. Wer den Notruf absetzte, ist bislang nicht bekannt. Der mutmaßliche Täter ließ sich vor Ort ohne Widerstand festnehmen. Er soll am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Zu den Hintergründen der Tat schweigen die Ermittler bislang. Weder das Motiv noch der genaue Ablauf des Geschehens sind derzeit geklärt. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen und sicherte in der Nacht Spuren am Tatort.
Die Kinder des Paares blieben körperlich unverletzt. Ob sie den Angriff miterlebt haben, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Sie wurden vorübergehend in die Obhut des Jugendamtes gegeben.
In Wallersdorf herrscht Fassungslosigkeit über das Geschehen. Nachbarn und Bekannte zeigen sich schockiert über die Tat, die einmal mehr verdeutlicht, wie schnell häusliche Konflikte in tödliche Gewalt umschlagen können.