Das Schweizer Jodeln gehört ab sofort offiziell zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Die Unesco nahm die jahrhundertealte Tradition bei einer Sitzung in Neu-Delhi in ihre begehrte Repräsentative Liste auf – ein internationaler Ritterschlag für eine Kulturform, die weit über das Klischee vom Alpen-Idyll hinausreicht.
Mehr als ein Alpenruf: Jodeln als lebendige Kultur
Das Bundesamt für Kultur in Bern zeigte sich erfreut: Mit der Aufnahme erkennt die Unesco an, dass das Jodeln eine lebendige, identitätsstiftende und regionale Kulturpraxis ist – gepflegt in Vereinen, Chören, Familien und Dorfgemeinschaften.
Jodeln ist dabei längst keine touristische Showeinlage mehr, sondern ein musikalischer Ausdruck, der Geschichten, Traditionen und Gemeinschaftsgefühl transportiert.
Verpflichtung zur Förderung
Mit dem Eintrag in die Welterbe-Liste übernimmt die Schweiz konkrete Verantwortung:
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Stärkung des Nachwuchses
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Professionalisierte Ausbildungsmöglichkeiten
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Mehr Förderung für Vereine und Jodelschulen
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Intensivere wissenschaftliche Erforschung
Damit soll gesichert werden, dass die Kunstform auch für kommende Generationen lebendig bleibt.
Internationales Signal für kulturelle Vielfalt
Der Entscheid der Unesco unterstreicht einmal mehr: Immaterielles Kulturerbe umfasst nicht nur Monumente oder historische Stätten, sondern auch musikalische, soziale und handwerkliche Traditionen, die eine Gesellschaft prägen.
Für die Schweiz ist die Aufnahme zudem eine Stärkung ihres kulturellen Profils – neben Traditionen wie der Fête des Vignerons, dem Hornussen oder der Basler Fasnacht.