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Vogelgrippe-Fall im Leipziger Zoo: Große Bereiche vorübergehend geschlossen

jggrz (CC0), Pixabay

Der Leipziger Zoo muss nach einem bestätigten Fall der Vogelgrippe mehrere zentrale Anlagen für Besucherinnen und Besucher schließen. Betroffen sind die Tropenerlebniswelten Pongoland und Gondwanaland sowie die beliebte Flamingo-Lagune. Der Zoo reagiert damit auf einen nachgewiesenen Vogelgrippebefund bei einem Pelikan – ein Vorsichtsmaßnahme, die die Verantwortlichen als notwendig bezeichneten, um eine mögliche Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Pelikan positiv getestet – weitere Proben entnommen

Der betroffene Pelikan war im Rahmen routinemäßiger Gesundheitskontrollen untersucht worden. Nachdem das Labor den Verdacht bestätigte, leitete der Zoo sofort weitere Untersuchungen ein. „Wir haben umgehend Proben von zahlreichen Vögeln in den betroffenen Bereichen entnommen“, teilte eine Sprecherin des Zoos mit. Die Ergebnisse der weiterführenden Tests stehen noch aus, sollen aber in den kommenden Tagen vorliegen.

Bis dahin bleiben die Bereiche geschlossen, um sowohl die Tiere als auch die Besucher bestmöglich zu schützen. Der Zoo betont, dass die Schließungen rein präventiver Natur seien und derzeit keine weiteren Krankheitsfälle bekannt seien.

Einschränkungen für Besucher – Zoo senkt Eintrittspreise

Die Schließung bedeutet vor allem für Familien und Schulgruppen Einschränkungen, da gerade Gondwanaland und Pongoland zu den Hauptattraktionen des Zoos gehören. Um den Besuchern entgegenzukommen, senkt der Zoo vorübergehend die Eintrittspreise.

„Wir möchten trotz der Einschränkungen ein faires Besuchserlebnis ermöglichen“, heißt es aus der Zooverwaltung. Andere Bereiche – darunter das Afrikasavannen-Areal, der Elefanten-Tempel Ganesha Mandir und das Aquarium – bleiben regulär geöffnet.

Hintergrund: Vogelgrippe im Winter keine Seltenheit

Gerade in den Wintermonaten treten Fälle der hochpathogenen aviären Influenza (H5N1) immer wieder bei Wild- und Zootieren auf. Für den Zoo bedeutet das erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen, wie verstärkte Hygienekontrollen und die Überwachung des Tierbestands.

Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass für Besucher bei Einhaltung der Schutzmaßnahmen keine Gesundheitsgefahr besteht.

Wie geht es weiter?

Sobald die Laborergebnisse vorliegen, will der Zoo über das weitere Vorgehen entscheiden. Eine Wiedereröffnung der Anlagen ist möglich, wenn keine weiteren Infektionen festgestellt werden.

Bis dahin bittet der Zoo um Verständnis: „Der Schutz unserer Tiere hat höchste Priorität.“

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