Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor betrügerischen Aktivitäten, bei denen sich Kriminelle in sozialen Netzwerken als Guggenheim Investments oder mit dem Unternehmen verbundene Gesellschaften ausgeben. Besonders betroffen sind WhatsApp-Gruppen, aber auch Plattformen wie Instagram und Telegram. Dort treten die Täter unter professionell wirkenden Namen und Strukturen auf, um Verbraucher in gefälschte Investmentangebote zu locken.
Ein zentrales Beispiel ist die WhatsApp-Gruppe „Guggenheim Learning Group F6“. In dieser Gruppe tritt eine Person auf, die sich „Brian Taylor“ nennt und sich als Professor ausgibt. Er suggeriert Fachwissen und vermeintliche Nähe zu Guggenheim Investments, um Vertrauen aufzubauen. Anschließend werden Verbraucher dazu verleitet, über die Website gfunds-info.com in sogenannte „G-Fonds“ zu investieren. Diese Fonds existieren nicht, und die Webseite steht in keinem Zusammenhang mit dem echten Finanzunternehmen.
Nach Angaben der BaFin besteht der konkrete Verdacht, dass die Betreiber dieser Angebote ohne die erforderliche Erlaubnis Bank- und Wertpapierdienstleistungen erbringen. Eine solche Erlaubnis wäre in Deutschland zwingend notwendig, um Finanzprodukte vertreiben oder Vermögensanlagen vermitteln zu dürfen. Die vermeintlichen Betreiber stehen jedoch in keinerlei geschäftlicher oder organisatorischer Beziehung zu Guggenheim Investments, Guggenheim Partners Europe Limited (Ireland), Guggenheim Partners, LLC (USA), Guggenheim Capital, Guggenheim Investment Advisors (Europe) Limited (UK) oder anderen verbundenen Unternehmen. Damit handelt es sich eindeutig um einen Fall von Identitätsdiebstahl, bei dem der Name eines bekannten Finanzinstituts missbraucht wird, um Anleger zu täuschen.
Die BaFin stützt ihre Warnung auf § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes (KWG). Dieser Paragraph verpflichtet die Aufsicht, die Öffentlichkeit zu informieren, wenn der Verdacht besteht, dass Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis erbracht werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, Verbraucher frühzeitig vor potenziell schweren Vermögensschäden zu schützen und auf betrügerische Strukturen aufmerksam zu machen.
Die BaFin rät Anlegern dringend, solche Angebote kritisch zu hinterfragen, keine Zahlungen zu leisten und keinerlei persönliche Daten preiszugeben. Wer unsicher ist oder bereits investiert hat, sollte umgehend seine