Die niedersächsische Fruchtsaftkelterei Rueter Fruchtsaft warnt vor dem Verzehr verschiedener Saftprodukte aus ihrem Sortiment. In mehreren Chargen wurde der gesetzlich zulässige Höchstwert für das Schimmelpilzgift Patulin überschritten. Aufgrund möglicher Gesundheitsrisiken hat das Unternehmen einen Rückruf eingeleitet, der sich auf verschiedene Fruchtsäfte mit unterschiedlichen Mindesthaltbarkeitsdaten bezieht.
Betroffene Produkte
Die Rückrufaktion betrifft ausschließlich 0,7-Liter-Flaschen folgender Sorten:
- Rueter Apfel-Birnen-Saft
- Rueter Apfelpunsch alkoholfrei
- Rueter Apfel-Quitten-Saft
- Rueter Apfelsaft klar
- Rueter Apfelsaft naturtrüb
- Rueter Birnensaft
Einige betroffene Flaschen sind bereits mit Mindesthaltbarkeitsdaten bis Ende 2027 versehen. Eine vollständige Übersicht aller Chargen und Daten kann auf der Website des Herstellers eingesehen werden. Da nicht für alle Produkte exakte Vertriebslisten vorliegen, wurde der Rückruf amtlich angeordnet – eine Rückverfolgung über die Handelskette ist nur eingeschränkt möglich.
Hintergrund: Was ist Patulin?
Patulin ist ein natürlich vorkommendes Mykotoxin, das durch Schimmelpilze – insbesondere Penicillium expansum – in faulendem Obst, meist Äpfeln, entstehen kann. Der Verzehr von patulinhaltigen Produkten kann gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen.
Diese Bundesländer sind nach jetzigem Stand betroffen:
- Brandenburg
- Hamburg
- Niedersachsen
- Schleswig-Holstein
Handlungsempfehlung für Verbraucherinnen und Verbraucher
Kundinnen und Kunden, die eines der genannten Produkte zu Hause haben, werden dringend gebeten, diese nicht zu konsumieren. Die betroffenen Flaschen können in den Verkaufsstellen zurückgegeben werden – auch ohne Kassenbon. Der Kaufpreis wird erstattet.
Kontakt zum Unternehmen
Rueter Fruchtsaft
Salzwedeler Straße 16
29578 Eimke
E-Mail: info@rueter-fruchtsaft.de
Web: www.rueter-fruchtsaft.de
Die Rückrufmeldung wurde am 2. Dezember 2025 veröffentlicht. Verbraucherschutzbehörden und das Unternehmen selbst rufen dazu auf, den Rückruf ernst zu nehmen, insbesondere im Hinblick auf die potenzielle Gesundheitsgefährdung durch das nachgewiesene Schimmelpilzgift.
Die vollständige Übersicht aller Chargen und Daten auf der Website des Herstellers habe ich leider nicht gefunden.