Unter dem Aktenzeichen 8 IN 193/25 hat das Amtsgericht Rottweil eine Entscheidung getroffen, die die wirtschaftliche Situation der PORTALIKUS GmbH in ein deutliches Licht rückt. Das Unternehmen mit Sitz in Horb, geführt von Geschäftsführerin Katrin Frössel und eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart, hatte die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen beantragt.
Am 17. November 2025 stellte das Insolvenzgericht jedoch fest, dass nicht genügend Vermögen vorhanden ist, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken. Der Antrag wurde daher mangels Masse abgewiesen – ein Schritt, der meist das endgültige Aus für ein Unternehmen bedeutet, da ohne ein Verfahren weder eine geordnete Abwicklung noch eine Gläubigerbefriedigung stattfinden kann.
Für die Beteiligten eröffnet sich dennoch ein Rechtsweg: Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen beim Amtsgericht Rottweil eingereicht werden. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt, ab dem die Frist zu laufen beginnt – entweder durch Verkündung, Zustellung oder die öffentliche Bekanntmachung im bundesweiten Insolvenzportal. Das jeweils frühere Ereignis ist maßgeblich.
Die Beschwerde kann schriftlich oder zu Protokoll eines Amtsgerichts abgegeben werden, wobei der Eingang beim zuständigen Gericht fristentscheidend ist. Auch eine elektronische Einreichung ist möglich, allerdings ausschließlich über die gesetzlich vorgesehenen sicheren Übermittlungswege, nicht jedoch per einfacher E-Mail.
Mit der Abweisung wird deutlich, dass die wirtschaftlichen Ressourcen der PORTALIKUS GmbH unzureichend sind, um ein reguläres Insolvenzverfahren zu tragen. Für Gläubiger bedeutet dies meist erhebliche finanzielle Verluste, während für das Unternehmen selbst der Spielraum zur Fortführung praktisch vollständig entfällt.