Für viele Haushalte in Deutschland gibt es eine gute Nachricht: Milch, Butter und Sahne werden ab Montag erneut günstiger. Die großen Discounter Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl und Norma kündigten die vierte Preissenkungsrunde seit Anfang September an – teils mit kräftigen Abschlägen von bis zu 25 Prozent.
So sinkt der Preis für 250 Gramm Markenbutter bei mehreren Anbietern von 1,39 Euro auf 1,29 Euro. Auch frische Vollmilch mit 3,5 Prozent Fettgehalt wird spürbar günstiger: Statt bislang 1,09 Euro zahlen Kundinnen und Kunden künftig nur noch 95 Cent. Edeka und die Discount-Tochter Netto wollen nach eigenen Angaben im selben Umfang nachziehen.
Hintergrund ist eine deutlich gestiegene Milchproduktion. Landwirte liefern derzeit mehr Milch als im Vorjahr, doch die Nachfrage wächst nicht in gleichem Tempo. Das höhere Angebot drückt nun die Erzeuger- und Handelspreise. Besonders beim Butterpreis zeigt sich, wie stark dieser Markt schwankt: Noch im Oktober 2024 hatten die Verbraucher für ein Päckchen Butter bis zu 2,39 Euro bezahlen müssen.
Während viele Kundinnen und Kunden die Entlastung im Portemonnaie begrüßen dürften, blicken Milchbauern mit Sorge auf die Entwicklung. Bereits in den vergangenen Monaten hatten Branchenverbände vor finanziellen Schwierigkeiten vieler Betriebe gewarnt, wenn der Preisdruck im Handel weiter zunimmt.
Klar ist: Was heute im Kühlregal für Erleichterung sorgt, bleibt für die heimische Landwirtschaft eine Herausforderung.