Ein tragischer Verkehrsunfall hat in der Nacht zu Dienstag im Berliner Stadtteil Biesdorf ein Menschenleben gefordert. Ein 19-jähriger Fahranfänger kam ums Leben, nachdem er mit einem Audi bei Tempo 200 die Kontrolle verlor und gegen mehrere Bäume prallte.
Der Unfall ereignete sich gegen 0.25 Uhr auf dem Blumberger Damm. Nach Angaben der Polizei war der junge Fahrer zusammen mit einem 20-jährigen Beifahrer in einem Mietwagen unterwegs. Der 19-Jährige soll seinen Führerschein erst seit wenigen Monaten besessen haben. Eine Streife hatte das Fahrzeug kurz zuvor bereits mit stark überhöhter Geschwindigkeit bemerkt. Wenige Minuten später hörten Anwohner einen lauten Knall.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen ein Bild der Verwüstung: Das Auto war völlig zerstört, der Motorblock lag rund 20 Meter von der Unfallstelle entfernt. Der Audi hatte mehrere Bäume gerammt und war schließlich auf der Seite liegen geblieben. Beide Insassen waren im Wrack eingeklemmt.
Feuerwehr und Rettungskräfte kämpften unter Hochdruck um das Leben der Männer. Sie mussten eine Plattform errichten, um die Eingeklemmten mit schwerem Gerät zu befreien. Zeugen berichten, dass beide noch um Hilfe geschrien hätten, als die Feuerwehr eintraf. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen starb der Fahrer noch am Unfallort.
Der Beifahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, darunter mehrere Knochenbrüche, und wurde unter notärztlicher Begleitung in das Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn gebracht.
Die Berliner Polizei sperrte den Blumberger Damm für mehrere Stunden. Das Unfallforschungsteam der Behörde sicherte Spuren und ermittelt nun, warum der 19-Jährige die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Auch die Herkunft des Mietwagens und mögliche technische Defekte werden geprüft.
Ein Polizeisprecher sprach von einem „Trümmerfeld über Dutzende Meter“ – mehrere Bäume auf dem Mittelstreifen wurden durch die Wucht des Aufpralls gefällt.
Für die Einsatzkräfte war der nächtliche Einsatz psychisch extrem belastend. Seelsorger betreuten Feuerwehrleute und Augenzeugen noch vor Ort.