Ein eigentlich fröhlicher Feiertag endete in einer Katastrophe: In der nordmexikanischen Stadt Hermosillo kam es während der Feierlichkeiten zum „Día de los Muertos“ zu einer schweren Explosion in einem Supermarkt, bei der mindestens 23 Menschen ihr Leben verloren. Nach Angaben der Behörden starben die meisten Opfer an den Folgen einer Rauchvergiftung, zahlreiche weitere Personen wurden verletzt, einige davon schwer.
Der Vorfall ereignete sich in den Abendstunden, als viele Familien in dem Einkaufsmarkt ihre letzten Vorbereitungen für die traditionelle Totenfeier trafen. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, gefolgt von dichten Rauchschwaden, die sich in Sekundenschnelle im Gebäude ausbreiteten. Menschen rannten panisch zu den Ausgängen, während andere versuchten, Eingeschlossene zu retten.
Feuerwehr und Rettungskräfte waren schnell vor Ort und kämpften mehrere Stunden lang gegen die Flammen. Erst in den frühen Morgenstunden gelang es, das Feuer vollständig zu löschen. Dutzende Helfer, darunter auch Freiwillige, beteiligten sich an den Rettungsarbeiten, um noch mögliche Überlebende zu finden.
Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt oder ein Gasleck die Explosion ausgelöst haben. Ein Sprecher der Polizei erklärte, es gebe bislang keine Hinweise auf einen Anschlag. „Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen, doch derzeit deutet nichts auf ein vorsätzliches Verbrechen hin“, so der Beamte.
Die Stadt Hermosillo steht unter Schock. Der Gouverneur des Bundesstaates Sonora sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefstes Mitgefühl aus und kündigte umfassende Untersuchungen an. Auch Präsident Andrés Manuel López Obrador äußerte sich bestürzt und versprach staatliche Unterstützung für die Betroffenen.
Der Tag der Toten, an dem Familien in ganz Mexiko ihrer Verstorbenen gedenken, gilt als eines der wichtigsten und emotionalsten Feste des Landes. Umso größer ist die Trauer, dass ausgerechnet an diesem Tag so viele Menschen ihr Leben verloren.
Viele Bewohner legten noch in der Nacht Kerzen und Blumen vor dem zerstörten Supermarkt nieder. In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich Beileidsbekundungen und Solidaritätsbekundungen aus dem ganzen Land – ein stilles Zeichen der Anteilnahme inmitten des Schreckens.