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Tragödie am Ortler: Suche nach zwei vermissten deutschen Bergsteigern in Südtirol geht weiter

jacky73490 (CC0), Pixabay

Nach dem verheerenden Lawinenunglück im Ortlergebirge in Südtirol setzen die Einsatzkräfte heute Morgen ihre Suche nach zwei noch vermissten deutschen Bergsteigern fort. Trotz intensiver Bemühungen am Vortag mussten die Arbeiten in der Nacht wegen Dunkelheit und gefährlicher Bedingungen eingestellt werden.

Bei dem Unglück am Samstag waren insgesamt fünf deutsche Bergsteiger von einer gewaltigen Schneelawine erfasst worden. Drei von ihnen – zwei Männer und eine Frau – konnten bereits tot geborgen werden. Zwei weitere, ein Mann und eine Frau, gelten weiterhin als vermisst. Die Bergwacht geht jedoch davon aus, dass auch sie das Unglück nicht überlebt haben. „Sie sind rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt – ein Überleben ist mit Sicherheit ausgeschlossen“, sagte ein Sprecher der Bergrettung Sulden der Tagesschau.

Die Suchmannschaften wollen die Aktion bei Tageslicht mit Hubschraubern, Drohnen und Wärmebildkameras fortsetzen. Ziel ist es, die beiden Vermissten so schnell wie möglich zu lokalisieren, um den Angehörigen Gewissheit zu geben.

Das Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag kurz vor 16 Uhr in der Nordwand der mehr als 3.500 Meter hohen Vertainspitze. Laut Bergwacht waren die Urlauber unabhängig voneinander in drei Gruppen unterwegs – einer Dreiergruppe und zwei Zweiergruppen. Zwei Männer überlebten das Lawinenunglück, sie konnten von Rettungskräften in Sicherheit gebracht werden.

Die Lawine löste sich auf etwa 3.200 Metern Höhe und riss mehrere Bergsteiger mit in die Tiefe. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa handelt es sich bei den geborgenen Toten um zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.

Das Unglück hat in der Bergsteiger-Community tiefe Betroffenheit ausgelöst. Der Ortler gilt zwar als beliebtes, aber anspruchsvolles Ziel, insbesondere im Herbst, wenn wechselhafte Temperaturen und frischer Schnee das Risiko von Lawinen erhöhen.

Die Bergwacht appelliert erneut an alle Alpinisten, Wetterwarnungen ernst zu nehmen und nur mit ausreichender Ausrüstung und Erfahrung hochalpine Touren zu unternehmen. Währenddessen hoffen Angehörige und Einsatzkräfte in Sulden, dass die Vermissten bald gefunden werden – auch wenn die Hoffnung auf ein Wunder längst verflogen ist.

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