Im Zusammenhang mit dem groß angelegten Ermittlungsverfahren der Zentralstelle Cybercrime Bayern und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gegen den mutmaßlichen Haupttäter Mikheil Biniashvili wurde nun eine Interessengemeinschaft (IG) für betroffene Anleger ins Leben gerufen.
Die IG wurde von Rechtsanwalt Hans Witt gegründet und wird von uns – dem Verbraucherschutzforum Berlin – aktiv unterstützt. Ziel ist es, den zahlreichen Geschädigten eine gemeinsame Stimme zu geben, juristische und organisatorische Hilfe zu bündeln und den Informationsaustausch zwischen Betroffenen zu erleichtern.
💰 Hintergrund: Betrug mit internationalen Tradingplattformen
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wurde gegen Biniashvili Anklage vor dem Landgericht Bamberg (Az.: 54 KLs 790 Js 2936/25) erhoben.
Der Vorwurf: banden- und gewerbsmäßiger Betrug über ein internationales Netzwerk betrügerischer Online-Tradingplattformen.
Zwischen 2014 und 2022 sollen über ein Callcenter in Albanien und später in Georgien Tausende Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu vermeintlichen Investments in Kryptowährungen, Aktien und Rohstoffe verleitet worden sein. Die Opfer wurden telefonisch kontaktiert, mit angeblichen Tradinggewinnen geködert – ihr eingezahltes Geld verschwand jedoch spurlos.
⚖️ Über 470 Geschädigte – Millionenverluste
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen über 470 Anleger geschädigt worden sein, der Gesamtschaden wird derzeit auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
Besonders perfide: Die Täter nutzten eine eigens entwickelte Handelssoftware („PumaTS“), um die Opfer in Echtzeit zu täuschen und scheinbare Kursgewinne vorzutäuschen.
📋 Liste der betroffenen Tradingplattformen
Zu den von der Staatsanwaltschaft Bamberg aufgeführten betrügerischen Plattformen zählen unter anderem:
Axecc; Axelnvest; CapitalMarketsBanc; Ccxcrypto; Centrobanc; ChronoFM; Coincall; Cryptokaftal; EU Capital; FXNobel; Herdos; Investingpro; Nasdaq500;
10Crypto; 24shares.io; TCrypto; Adamsdarby; Adstrader; Aextrade; AGKapital; Algofgain; Assetshaus; AtlasFMl; Audemart; AVA Investments; Axelnvest; Bitcoin-conved; BlizFX; BTSave; CapitalFX; Capitalusage; CCXCrypto; Cmarket; Cmcxxmarket; Coinepro; Crypneteasy; Cryptechs.io; Cryptokadal; Dax30; Daxkapital; Dcmgroup; Dgxltd; Digital Capital; eufm; EU-Markets; Europatradecapital; ezcfd5; fcmgroup; Finero; Finexcis.io; Finexico; Finexo; Finexo Markets; finotive; fixmeaningpro; fmarktx; Fortexo; FXCryptoClub; FXFrankfurter; FXNobel; FXTime; gfemarkets; GlobalCTB; GoldmanBanc; Graham Alpha; Herdos; igcmarkets; lnovestments; Kronoslnvest; Libedmark; Luxeeforex; mciwealthmanagement; Medech; MyBitchain; MyCapital; NilsenMarkets; orangefxZ4T; Platinumhitech; pnmeryswrssgroup; profundseu; redrock500; Rogedin; Royal Stocks; Sea Limited; Six Trading; Toplnvestus; TopTradePro; tradingbloom; United Oxford Group; velocitytradefx; Wbiinvest.
(Diese Liste stammt aus den Ermittlungsunterlagen der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg.)
🤝 Unterstützung für Geschädigte – jetzt handeln!
Viele Anleger wissen bis heute nicht, dass sie Anspruch auf Beteiligung am Strafverfahren oder auf Schadensersatz haben. Die neue Interessengemeinschaft (IG) dient als zentrale Anlaufstelle, um die Rechte der Betroffenen zu bündeln und den Kontakt zu spezialisierten Rechtsanwälten herzustellen.
👉 Betroffene können sich ab sofort über folgende Webseite anmelden:
🔗 https://ig-tradingbetrug.verbraucherschutzforum.berlin/
Dort erhalten Sie Informationen zu:
- der aktuellen Anklage in Bamberg,
- den rechtlichen Möglichkeiten für geschädigte Anleger,
- und zur koordinierten Vertretung durch spezialisierte Kanzleien wie Witt Rechtsanwälte.
🗣️ Rechtsanwalt Witt: „Gemeinsam sind wir stärker“
Rechtsanwalt Hans Witt, Initiator der IG, betont:
„Viele Geschädigte stehen ratlos vor einem komplexen Betrugsnetzwerk. Wir wollen sie nicht nur rechtlich begleiten, sondern auch vernetzen – damit die Opfer eine gemeinsame Stimme bekommen.“
📢 Unser Appell an alle Betroffenen
Wenn Sie bei einer der oben genannten Tradingplattformen Geld verloren haben – egal ob 1.000 Euro oder 100.000 Euro –, melden Sie sich bitte umgehend.
Je mehr Geschädigte sich zusammentun, desto stärker wird der Druck auf die Täter und desto größer die Chance, verlorene Gelder zumindest teilweise zurückzuerhalten.
➡️ Jetzt anmelden unter: https://ig-tradingbetrug.verbraucherschutzforum.berlin/