Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor betrügerischen WhatsApp-Gruppen, die unter Namen wie „H312-Gewinn-Beschleunigungs-Plan“ oder „F904-Baader Europa“ auftreten. Die Betreiber geben sich dabei fälschlicherweise als Mitarbeiter der Baader Bank AG aus, um Verbraucherinnen und Verbraucher zum Handel mit Finanzinstrumenten über manipulierte Apps zu verleiten.
Nach Erkenntnissen der BaFin besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber unerlaubt Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen anbieten. Sie stehen in keiner Verbindung zur Baader Bank AG, einem in Deutschland zugelassenen und beaufsichtigten Finanzinstitut. Die tatsächlichen Betreiber werden nicht von der BaFin beaufsichtigt.
Betrugsmasche mit gefälschten Bank-Identitäten
Die BaFin beschreibt ein immer häufiger auftretendes Muster von Identitätsmissbrauch im digitalen Raum: Betrüger nutzen den Namen bekannter Banken, um Vertrauen zu erwecken und Anleger zu täuschen.
In den betroffenen WhatsApp-Gruppen wird häufig mit hohen Renditen, Insider-Tipps oder exklusiven Investment-Apps geworben. Teilnehmer werden dazu aufgefordert, spezielle Anwendungen zu installieren und dort Geld zu investieren. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch meist um betrügerische Plattformen, auf denen Einzahlungen schnell verloren sind.
Kein Bezug zur echten Baader Bank AG
Die BaFin betont ausdrücklich, dass die Baader Bank AG selbst nichts mit diesen Aktivitäten zu tun hat. Das Unternehmen ist ein reguliertes deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Unterschleißheim bei München und steht unter direkter Aufsicht der BaFin. Die WhatsApp-Gruppen und die zugehörigen Apps werden jedoch von unbekannten Dritten betrieben, die den Namen der Bank missbräuchlich verwenden, um Seriosität vorzutäuschen.
So können sich Verbraucher schützen
Die BaFin rät dringend:
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Treten Sie keiner WhatsApp-Gruppe bei, in der mit hohen Gewinnen, Insiderwissen oder exklusiven Finanz-Apps geworben wird.
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Laden Sie keine Apps herunter, deren Herkunft oder Anbieter nicht zweifelsfrei überprüft werden können.
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Überprüfen Sie den Anbieter in der BaFin-Unternehmensdatenbank, um sicherzugehen, dass eine gültige Lizenz vorliegt.
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Geben Sie keine persönlichen Daten preis und leisten Sie keine Zahlungen an unbekannte Empfänger oder ausländische Konten.
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Wer bereits investiert hat, sollte sofort seine Bank kontaktieren, Anzeige bei der Polizei erstatten und rechtlichen Rat einholen.
Rechtlicher Hintergrund
Die Warnung der BaFin basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG), wonach die Aufsichtsbehörde verpflichtet ist, die Öffentlichkeit über unerlaubte Finanzdienstleistungen oder Identitätsmissbrauch zu informieren.