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Saubere Sache – Warum gründliches Händewaschen so entscheidend ist

DonnaLynn52 (CC0), Pixabay

„Nach dem Klo und vor dem Essen – Händewaschen nicht vergessen!“ Der einfache Merksatz aus Kindertagen hat nichts an Bedeutung verloren: Händewaschen ist eine der wichtigsten und zugleich einfachsten Maßnahmen, um Krankheiten vorzubeugen – weltweit, unabhängig von Alter, Einkommen oder Klima.

Unsere Hände sind täglich Millionen von Keimen ausgesetzt: beim Einkaufen, beim Kontakt mit Oberflächen, beim Naseputzen oder im Umgang mit Lebensmitteln. Viele dieser Erreger können über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen und Infektionen wie Erkältungen, Grippe oder Magen-Darm-Erkrankungen auslösen.

Seife schlägt Wasser – und die Temperatur ist egal
Richtiges Händewaschen braucht vor allem eines: Seife. Sie löst Schmutz und Mikroben deutlich besser von der Haut als Wasser allein. Ob das Wasser warm oder kalt ist, spielt dabei kaum eine Rolle. Wichtig ist die Dauer: Etwa 20 Sekunden sollte das Einseifen dauern, also ungefähr so lange, wie zweimal „Happy Birthday“ zu singen.

Nach dem Waschen ist gründliches Abtrocknen entscheidend, denn Feuchtigkeit begünstigt die Vermehrung von Bakterien. Durch das Reiben beim Trocknen werden zudem weitere Keime entfernt.

Wenn keine Seife verfügbar ist
In vielen Teilen der Welt ist Händehygiene allerdings kein Selbstverständnis: Laut UNESCO fehlt mehr als zwei Milliarden Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser, 3,5 Milliarden verfügen über keine sicheren Sanitäreinrichtungen. In solchen Regionen wird Seife häufig zum Waschen oder Abspülen verwendet – Händehygiene bleibt zweitrangig.

Doch auch mit einfachen Mitteln lässt sich viel erreichen: Selbst benutztes Seifenwasser oder Ersatzstoffe wie Asche können Keime reduzieren. Studien zeigen, dass schon Händewaschen mit Wasser allein Durchfallerkrankungen deutlich verringern kann – Seife verstärkt diesen Effekt um ein Vielfaches.

Schutz vor Infektionen – für sich und andere
Wer sich regelmäßig die Hände wäscht, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen. Händewaschen senkt das Risiko für Atemwegsinfektionen, Magen-Darm-Erkrankungen und andere ansteckende Krankheiten. Während der Corona-Pandemie rückte Handhygiene stark ins Bewusstsein – und viele Menschen behalten die Gewohnheit bis heute bei.

Wann Hände gewaschen werden sollten
Empfohlen wird Händewaschen vor dem Essen und der Zubereitung von Mahlzeiten, nach dem Toilettengang, nach dem Nachhausekommen, nach Kontakt mit Tieren, Abfällen oder Erkrankten – und immer dann, wenn Hände sichtbar verschmutzt sind.

Fazit
Händewaschen ist eine kleine Handlung mit großer Wirkung. Es kostet nur Sekunden, schützt vor Krankheiten und rettet weltweit Leben. Der Welttag des Händewaschens am 15. Oktober erinnert daran, dass saubere Hände einer der wirksamsten Beiträge zur Gesundheit sind – einfach, alltäglich und unverzichtbar.

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