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Großbritannien sagt Chips und Cola den Kampf an – Junk-Food-Werbung jetzt auf Diät

Yamu_Jay (CC0), Pixabay

Ab heute hat das Königreich offiziell den Schokoriegeln, Chips und Softdrinks den Stecker gezogen – zumindest, was ihre Werbezeit betrifft. Junk-Food-Werbung darf im Fernsehen nur noch nach 21 Uhr laufen – und im Internet gar nicht mehr. Für die britische Regierung ist das der große Wurf gegen Übergewicht. Für Fast-Food-Marken ist es ein bisschen so, als würde man ihnen das WLAN kappen.

Die Hoffnung der Politik: Weniger Werbung, weniger Lust auf Fett, Zucker und Salz. Schließlich soll niemand mehr um 16 Uhr zwischen Mathehausaufgaben und TikTok von goldenen Pommes und zart schmelzender Schokolade verführt werden. Stattdessen soll Großbritannien lernen, wieder zu knabbern, was Mutter Natur liefert – und nicht, was aus der Fritteuse tropft.

Gesundheitsexperten begrüßen das Verbot, doch in der Werbebranche herrscht Katerstimmung: „Was kommt als Nächstes? Ein Nachtflugverbot für Energy-Drinks?“ Auch Fast-Food-Ketten zeigen sich zerknirscht. Manche überlegen bereits, ihre Produkte einfach in „gesundes Lebensgefühl in Teigform“ umzubenennen, um die Vorschriften zu umgehen.

Doch die Regierung bleibt hart: Das Ziel sei klar – weniger Zucker, weniger Fett, weniger Versuchung. Schließlich, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, sei es schwer, gegen Fettleibigkeit anzukämpfen, wenn jede zweite Werbung eine Einladung zum Mitternachtssnack ist.

Kritiker fragen sich allerdings, ob das Verbot mehr bringt als ein kalorienfreier Doughnut. Denn: „Kinder schauen heute eh kaum noch Fernsehen – sie hängen auf YouTube, Instagram und TikTok. Und da ist der Burger nur einen Swipe entfernt.“

Während also die Werbung pausiert, bleibt die Realität fettig: Großbritannien liebt weiterhin sein Fry-up, seine Pies und seine Schokoriegel. Doch wenigstens gibt’s jetzt ein bisschen weniger Versuchung auf dem Bildschirm – und dafür mehr Platz für Werbespots über Zahncreme, Fitness und Gemüsesaft.

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