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„Brandgefahr unter der Haube“ – BMW ruft weltweit Hunderttausende Fahrzeuge zurück

Hans (CC0), Pixabay

Der deutsche Autobauer BMW muss weltweit eine massive Rückrufaktion starten: Wegen eines technischen Defekts am Starter ruft der Konzern Hunderttausende Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Der Fehler birgt erhöhte Brandgefahr, wie das Unternehmen bestätigte. Besonders betroffen sind auch Kunden in Deutschland und den USA, aber auch in Asien und anderen Teilen Europas dürfte die Zahl betroffener Fahrzeuge hoch sein.

Allein in Deutschland sind laut BMW etwa 136.500 Autos betroffen. In den Vereinigten Staaten sind es rund 195.000 Fahrzeuge. Eine exakte weltweite Zahl nannte der Konzern bislang nicht – sie dürfte jedoch deutlich über diesen Werten liegen, da die fehlerhafte Komponente in zahlreichen Modellen verbaut wurde, die zwischen September 2015 und September 2021 vom Band liefen.

Problem mit dem Starter kann zu Schmorbrand führen

Konkret geht es um einen Defekt im Bereich des Starter-Generators. In bestimmten Fällen kann es zu einem Kurzschluss kommen, der im ungünstigsten Fall einen Schmor- oder Fahrzeugbrand auslösen könnte. Erste Fälle seien laut internen Prüfungen aufgetreten, bei denen der Defekt aufgetreten sei – bislang allerdings ohne Personenschäden. Dennoch sei das Risiko zu groß, um es zu ignorieren, erklärte BMW.

Ein Unternehmenssprecher betonte, dass es sich um eine vorsorgliche Maßnahme handele. „Wir wollen jede potenzielle Gefährdung für unsere Kunden ausschließen und arbeiten mit Hochdruck daran, betroffene Fahrzeuge zeitnah und kostenlos zu überprüfen und zu reparieren.“

Rückruf betrifft zahlreiche Modelle weltweit

Welche Modelle genau betroffen sind, teilte BMW zunächst nicht im Detail mit. Nach bisherigen Informationen handelt es sich jedoch um mehrere Baureihen der 1er-, 3er-, 5er-Serie sowie SUV-Modelle wie den X3 und X5. Auch Fahrzeuge der Tochtermarke Mini könnten in Einzelfällen betroffen sein.

Kunden, deren Fahrzeuge unter die Rückrufaktion fallen, sollen in den kommenden Wochen direkt vom Hersteller oder über ihre Vertragswerkstatt informiert werden. Dort wird dann der Starter überprüft und bei Bedarf ersetzt oder nachgerüstet. Die Reparatur sei für die Kunden kostenfrei.

Rückrufe keine Seltenheit – aber Vertrauenssache

Großangelegte Rückrufaktionen sind in der Automobilbranche keine Seltenheit – besonders bei sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Elektrik, Bremsen oder Airbags. Dennoch sind sie ein sensibles Thema, denn sie können sich nicht nur auf das Vertrauen der Kunden, sondern auch auf das Image eines Premiumherstellers wie BMW auswirken.

BMW betont, dass das Unternehmen bei sicherheitsrelevanten Fragen mit größtmöglicher Transparenz handele. Experten begrüßen diese Vorgehensweise – zumal technische Probleme in komplexen Fahrzeugsystemen auch bei hochwertigen Herstellern nicht vollständig auszuschließen sind.

Fazit:

Die Rückrufaktion von BMW betrifft weltweit Hunderttausende Fahrzeuge und wird angesichts der möglichen Brandgefahr sehr ernst genommen. Für betroffene Kunden heißt es nun: Post von BMW abwarten – oder sich proaktiv an die Werkstatt wenden. Sicherheit geht vor, auch bei Premium-Fahrzeugen.

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