Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump plant, Auslandshilfen in Milliardenhöhe umzuschichten, um sie gezielt für Projekte einzusetzen, die den strategischen Interessen der USA dienen. Das geht aus einem Dokument des Kongresses hervor. Konkret sollen 1,8 Milliarden Dollar an bestehenden Hilfsprogrammen neu verteilt werden.
Fokus auf „America First“
Die Begründung ist klar im Sinne der „America First“-Politik formuliert: „Die nationalen Sicherheitsinteressen der USA erfordern, dass die USA diese Auslandshilfegelder nutzen, um neuen Herausforderungen so zu begegnen, dass Amerika sicherer, stärker oder wohlhabender wird“, heißt es in dem Dokument.
Zielgebiete der Mittel
Mit den Geldern sollen unter anderem Investitionen in Grönland vorangetrieben werden. Washington will dort nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sicherheitspolitische Präsenz zeigen – vor allem angesichts wachsender geopolitischer Interessen von China und Russland in der Arktis.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in Lateinamerika, wo die USA verstärkt gegen sogenannte „marxistische Regime“ vorgehen wollen. Details dazu wurden bislang nicht bekannt, es dürfte aber um Programme gehen, die politische Gegner von Regierungen wie in Kuba, Nicaragua oder Venezuela unterstützen.
Politische Sprengkraft
Die geplante Umschichtung könnte im Kongress zu neuen Debatten führen. Während Republikaner Trumps Ansatz als konsequente Ausrichtung der US-Hilfen auf nationale Interessen loben, kritisieren Demokraten, dass traditionelle Hilfsprogramme – etwa im Bereich Entwicklung, Gesundheit oder humanitäre Unterstützung – gekürzt werden könnten.
Signal an die Welt
Die Maßnahme unterstreicht einmal mehr den Kurs der Trump-Regierung, internationale Engagements strikt am Nutzen für die USA zu messen. Für Partnerländer, die bislang stark von klassischer US-Hilfe profitiert haben, könnte dies finanzielle Einschnitte bedeuten.